Universität erhält Alexander von Humboldt-Professur

Text von: redaktion

Die Universität Göttingen war beim Wettbewerb um den höchstdotierten deutschen Forschungspreis erfolgreich: Der nominierte Anthropologe und international renommierte Indienexperte Thomas Blom Hansen ist mit einer Alexander von Humboldt-Professur ausgezeichnet worden.

Damit kann die Universität Göttingen bereits einem zweiten international renommierten Wissenschaftler ein besonders attraktives Berufungsangebot machen, um ihn für das kürzlich eröffnete Centre for Modern Indian Studies (CEMIS) zu gewinnen. Derzeit hat Blom Hansen an der Universität Amsterdam eine Professur für Religion und Gesellschaft inne.

Der heute 51-jährige Thomas Blom Hansen wurde 1994 an der dänischen Roskilde University promoviert und lehrte unter anderem an der renommierten Yale University und der Universität von Edinburgh. Gastprofessuren führten ihn nach Durban, Bristol, Paris, Chicago und New York.

Er zählt zu den weltweit führenden Experten auf den Gebieten Hindu-Nationalismus und politische Stadtentwicklung in Indien. Zu seinen besonderen Interessen gehören die 20 Millionen Einwohner zählende Mega-City Mumbai und die indischstämmige Bevölkerung in Südafrika.

Blom Hansen könnte im kommenden Jahr in Göttingen die neu geschaffene Professur für Society und Culture in Modern India übernehmen. Damit wäre die zweite von insgesamt fünf geplanten neuen Professuren für das CEMIS besetzt.

„Wir freuen uns sehr über die erfolgreiche Nominierung. Sie zeigt, dass wir mit dem neuen Centre for Modern Indian Studies auf einem sehr guten Weg sind. Thomas Blom Hansen zählt auf seinem Gebiet zu den weltweit führenden Wissenschaftlern. Sein Profil passt hervorragend zu unserem deutschlandweit einzigartigen Zentrum, für das wir Spitzenwissenschaftler aus aller Welt gewinnen möchten“, erklärte Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin der Universität Göttingen.

Die Alexander von Humboldt-Professur soll es deutschen Hochschulen ermöglichen, Spitzenkräfte nach Deutschland zu holen und ihnen eine langfristige Perspektive für die Arbeit in Deutschland zu bieten. Die aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanzierte Professur ist für theoretisch arbeitende Wissenschaftler mit dreieinhalb Millionen Euro über fünf Jahre dotiert.