Uni Göttingen würdigt Lebenswerk

Text von: redaktion

Am Freitag, dem 7. Mai, fand ein Festakt der Uni Göttingen und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen zu Ehren des Mikrobiologen Gerhard Gottschalks und seiner Verdienste um die Hochschule statt.

Engagement und fachliche Leidenschaft – mit diesen Eigenschaften beschreiben seine Kollegen das Wirken von Gerhard Gottschalk in seiner Zeit am Institut für Mikrobiologie und Genetik der Uni Göttingen.

Nach einem Studium der Chemie kam Gerhard Gottschalk in den sechziger Jahren an das Institut für Mikrobiologie und Genetik, wo er 1963 im Fach Mikrobiologie promoviert wurde und ab 1970 lehrte und forschte. Dabei galt seine besondere Aufmerksamkeit dem mikrobiellen Stoffwechsel und der Bioenergetik von Mikroorganismen. Als einer der ersten Wissenschaftler Deutschlands erkannte er die künftige Bedeutung der Sequenziertechnologie für die Mikrobiologie.

1997 warb er persönlich die notwendigen Mittel für die Gründung des Göttinger Laboratoriums für Genomanalyse ein. In den folgenden Jahren initiierte er ein bundesweites Netzwerk zur Genomforschung an Bakterien. Neben der Leitung dieser beiden Einrichtungen war Gottschalk von 1975 bis 1976 Rektor der Uni Göttingen und von 1998 bis 2000 Präsident der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.

Für seine wissenschaftlichen Arbeiten erhielt Gottschalk zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, den Philip-Morris-Award und den Emil-von-Behring-Preis. Aus seiner wissenschaftlichen Arbeit resultieren rund 300 Veröffentlichungen, darunter auch zwei Lehrbücher.