Uni Göttingen unter den Top 100 der Welt

© Entscheider Medien GmbH
Text von: redaktion

Beim internationalen Hochschulranking kommt die Georg-August-Universität Göttingen auf Rang 79. Zur besten deutschen Universität wird die Universität Heidelberg gewählt.

In dem internationalen Hochschulranking, dem „Academic Ranking of World Universities“ der Universität Shanghai präsentieren sich die USA und England als haushohe Favoriten. 17 der Top 20 Unis kommen aus den USA, allen voran Harvard. Beste deutsche Uni ist die Ludwig-Maximilians-Universität München auf Platz 51. Die Uni Göttingen befindet sich mit Platz 79 immerhin unter den Top 100.

Die Aussichten deutscher Universitäten bei der Weltliga aller Hochschulen sind gar nicht so schlecht. Deutschland belegt hier den vierten Rang.

Bei der Wahl zur Elite-Uni innerhalb des Landes kommt die Georg-August-Universität Göttingen zusammen mit sieben weiteren Unis ins Finale. Es geht um den Titel der Elite-Uni, um Prestige und eine Menge Geld. 100 Millionen Euro winken dem Gewinner. Aber auch wenn der Titel einer anderen Hochschule zugesprochen werden sollte, allein die Tatsache, von 27 Mitbewerbern in die Endauswahl gewählt zu werden, spricht für die Qualität der niedersächsischen Hochschule.

Die Universität Göttingen gehört nach einer Evaluation der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) zu den „Top-Adressen der Forschung“: In dem aim September 2002 veröffentlichten Ranking der Stiftung, das die „Hochschulen mit der größten Attraktivität für ausländische Spitzenwissenschaftler“ auflistet, belegt die Georg-August-Universität Platz neun.

Ermittelt wurde dabei, welche Forschungseinrichtungen hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland für einen Gastaufenthalt in der Bundesrepublik ausgewählt haben. In den Jahren 1997 bis 2001 kamen insgesamt 76 ausländische Forscher mit einem Stipendium oder einem Forschungspreis der Humboldt-Stiftung an die Georg-August-Universität, um hier mit Göttinger Kollegen an gemeinsamen Projekten zu arbeiten. Besonders stark war dabei das Fach Chemie / Pharmazie vertreten: Mit allein 26 Gastwissenschaftlern liegt die Universität Göttingen bundesweit auf Platz zwei. Den siebten Platz nehmen die Göttinger Biowissenschaften (neun ausländische Forscher) ein.

Nach dem Humboldt-Ranking 2002 „Top-Adressen der Forschung“ ist die Universität Göttingen eine der 20 deutschen Hochschulen, an denen in dem genannten Zeitraum fast die Hälfte der 2.925 Forschungsstipendiaten und Preisträger der Stiftung geforscht hat. Bezogen auf die Größe der Georg-August-Universität kommen auf 100 Göttinger Professoren 16 ausländische Forscher, die mit Unterstützung der Stiftung an der Georg-August-Universität arbeiten. Dies bedeutet in der Aufstellung der Humboldt- Stiftung Platz elf. Dass der Forschungsstandort Göttingen insgesamt großes internationales Renommee besitzt, zeigt sich auch an den Angaben des Rankings zu ausgewählten außeruniversitären Forschungsinstitutionen: Die Humboldt-Stiftung weist für das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie 14 AvD-Gastwissenschaftler und für das Max-Planck-Institut für Geschichte vier Gastforscher aus. Am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) – mit einem Standort in Göttingen – forschten 16 Wissenschaftler mit Humboldt-Mitteln.