Umsatzsteuererhöhung entgehen

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Text von: redaktion

Der Gesetzgeber erhöht den allgemeinen Umsatzsteuersatz zum Jahreswechsel von 16 auf 19 Prozent. Durch geschickte Gestaltungen können Unternehmen der Erhöhung teilweise entgehen.

Der Gesetzgeber erhöht den allgemeinen Umsatzsteuersatz zum Jahreswechsel von 16 auf 19 Prozent. Durch geschickte Gestaltungen können Unternehmen der Erhöhung teilweise entgehen. Das Bundesfinanzministerium hat jetzt (IV A 5-S 7210-23/06) die Einzelheiten geregelt. Der Zeitpunkt der Ausführung der Leistung ist für die Anwendung des erhöhten Steuersatzes maßgeblich. Der Tag des Vertragsabschlusses, der Rechnungsstellung, oder der Eingang der Rechnungssumme sind unerheblich.

Eine interessante Vereinfachung gibt es im Bereich der Lieferungen. Der Transportbeginn muss vor dem 1. Januar 2007 liegen. Weitere Gestaltungsspielräume gibt es im Bereich der sog. Teilleistungen. Durch die Vereinbarung eines gesonderten Entgelts für wirtschaftlich abgrenzbare Leistungen kann hier der Steuersatz von 16 Prozent gerettet werden. Wichtig: Die Abnahme der Teilleistungen muss vor dem 1. Januar 2007 erfolgen. Eine erfreuliche Nachricht ist die Anhebung der sog. Kleinbetragsrechnungsgrenze von 100 auf 150 Euro. Dies sichert die Vorsteuerabzugsmöglichkeit z. B. bei Tankbelegen, auch ohne die vollständige Einhaltung der komplexen Rechnungsvorschriften.

Jürgen Hollstein ist Partner bei Quattek & Partner Steuerberatungsgesellschaft in Göttingen.