UMG und Partner gründen ‚Onkologie-Verbund Nordhessen‘

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Text von: redaktion

Das UniversitätsKrebszentrum der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und drei nordhessische Krankenhäuser erweitern ihre bestehende Zusammenarbeit.

Die vier Partner haben dazu den ‚Onkologie-Verbund Nordhessen‘ des UniversitätsKrebszentrums Göttingen gegründet.Mit dem Verbund wollen die Partner den Patienten routinemäßig das gesamte Spektrum onkologischer Diagnose- und Therapiemöglichkeiten eröffnen.

Erklärtes Ziel der Neugründung ist es, die bisherige Zusammenarbeit mit dem UniversitätsKrebszentrum der UMG für eine bestmögliche medizinische Versorgung in der Behandlung der Patienten mit onkologischen Erkrankungen in Nordhessen und Südniedersachsen zu erweitern.

Für dieses Vorhaben unterzeichneten die beteiligten Kliniken und Krankenhäuser einen ‚Letter of Intent‘, der diese Partnerschaft festlegt.

Koordinierendes Zentrum ist das UniversitätsKrebszentrum der UMG. Das UniversitätsKrebszentrum bietet alle Forschungs- und Therapiemöglichkeiten, es steht in dem neuen Verbund allen Kooperationspartnern zur Verfügung.

Die teilnehmenden Krankenhäuser haben direkten Zugang zu den Experten aus der Universitätsmedizin Göttingen. Die Ärzte stimmen sich bei komplexen Fragestellungen eng miteinander ab. In gemeinsamen Tumorkonferenzen werden Patienten besprochen und nach modernsten Standards beurteilt.

Hintergrund: Das Hessische Sozialministerium hatte eine entsprechende Zusammenarbeit mit dem Hessischen Onkologie Konzept aus dem Jahr 2010 eingefordert, um damit die Versorgung von Patienten mit Krebserkrankungen zu verbessern. In einem Letter of Intent haben sich jetzt die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und die genannten Krankenhäuser aus Nordhessen auf gemeinsame Eckpunkte ihrer Zusammenarbeit verständigt.

Interdisziplinäre Tumorkonferenzen, in denen Patienten vorgestellt und deren Behandlung besprochen werden, gibt es bei den genannten Partnern schon heute. In den so genannten „Tumorboards“ einigen sich die Experten aus allen Häusern auf die beste Behandlungsmethode für komplexe Fälle.

Neu ist, dass über die strukturierte Zusammenarbeit der direkte Zugang zu den Tumorkonferenzen der Universitätsmedizin Göttingen als Maximalversorger hergestellt wird. Die Behandlungserfolge werden zentral dokumentiert und dienen so der ständigen Verbesserung der Therapiemöglichkeiten.

Die Ärzte der Kooperierenden Krankenhäuser können an den Angeboten des UniversitätsKrebszentrums Göttingen teilnehmen. Damit findet ein noch engerer Austausch über neueste Therapiekonzepte und Richtlinien statt.

Neben der gemeinsamen Nutzung von Datenbanksystemen und des zentralen Krebsregisters des G-CCC, Fortbildungsangeboten sowie direktem interdisziplinärem Austausch bietet der neue Verbund die rasche Überleitung von Patienten an die Universitätsklinik oder die beteiligten Krankenhäuser, zudem die Vermittlung ärztlicher Zweitmeinungen.

Geplant sind zudem ein gemeinsamer Internetauftritt und in mittlerer Perspektive eine Zertifizierung des ‚Onkologie-Verbundes Nordhessen‘ des UniversitätsKrebszentrums Göttingen.

Vortele für die Patienten sind beispielsweiseZweitmeinungsmöglichkeiten für die Krankenhäuser des Verbunde, sowie die Möglichkeit der Teilnahme an Studien.

Die Aufgaben des UniversitätsKrebszentrum Göttingen erstrecken sich auf die drei Bereiche Krankenversorgung, Forschung und Lehre. Der Brückenschlag zwischen Krebs-forschung und Krankenversorgung zählt zu den zentralen Aufgaben: Die Ergebnisse der Forschung sollen sich unmittelbar positiv auf die Behandlung der Patienten auswirken.

Weitere Partner des UniversitätsKrebszentrums Göttingen sind die onkologischen Schwerpunktpraxen und die Krankenhäuser der Region.

Das UniversitätsKrebszentrum Göttingen unterstützt die assoziierten Mitglieder dabei, ihren Patienten eine qualitätsgesicherte Therapie anzubieten und durchzuführen.

Dafür verpflichten sich die assoziierten Mitglieder, die Qualitätsinstrumente des UniversitätsKrebszentrums Göttingen einzusetzen, die Therapieentscheidung für ihre Patienten in den Tumorboards zu treffen und die Behandlungsergebnisse dieser Patienten zu dokumentieren.

Informationen gibt es unter www.ccc.med.uni-goettingen.de