UMG-Personalversammlung: Resolution für eine bessere und sichere Finanzierung der UMG

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Text von: redaktion

Beschäftigte der Universitätsmedizin Göttingen verabschieden auf der Personalversammlung am 26. März 2014 eine Resolution an die niedersächsische Landesregierung und den Bundesgesundheitsminister.

Auf der jährlichen Personalversammlung des Personalrates der Universitätsmedi- zin Göttingen (UMG) haben die Beschäftigten am 26. März 2014 mit breiter Zustimmung eine Resolution für eine bessere Finanzierung der UMG beschlossen. Die Resolution wendet sich direkt an die niedersächsische Landesregierung und an den Bundesgesundheitsminister.

Hintergrund der Resolution ist die bundesweit unzureichende Finanzierung der Krankenhäuser und der Universitätsklinika mit ihren besonderen Aufgaben. „Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben der Krankenhäuser klaffen immer weiter auseinander. Etwa zwei Drittel der niedersächsischen Krankenhäuser kämpfen nach eigenen Aussagen bereits um ihr Überleben“, sagt Erdmuthe Bach-Reinert, Vorsitzende des Personalrates der UMG. „Mehr als 50 Prozent der Universitätsklinika in Deutschland schreiben mittlerweile rote Zahlen, die Tendenz steigt“, so Bach-Reinert.

Die Universitätsklinika haben eine Reihe von Aufgaben und Anforderungen zu erfüllen, die über das so genannte System der Fallpauschalen, mit dem die Krankenkassen die Leistungen der Krankenversorgung in den Krankenhäusern finanzieren, gar nicht oder nur völlig unzureichend refinanziert werden. Diese Situation wird auch vom Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) beklagt.

Neben der unzureichenden Finanzierung durch das System der Fallpauschalen besteht ein ganz erheblicher Investitionsstau an den Unikliniken, so auch an der Universitätsmedizin in Göttingen. Für die Investitionen sind die Länder zuständig. Erdmuthe Bach- Reinert für den Personalrat der UMG: „Wenn die Instandhaltungskosten noch zusätzlich aus der ohnehin unzureichenden Krankenhausfinanzierung bestritten werden müssen, geht das zu Lasten der Patienten und des Personals. Gerade hier sind aber die Arbeitsbedingungen in den letzten Jahren durch eine enorme Arbeitsverdichtung ohnehin schon an der Grenze der Belastbarkeit angekommen, teilweise überschreiten sie diese. So kann das nicht weitergehen, wenn es nicht zu einem Kollaps in der universitären Krankenversorgung kommen soll.“

Aus diesem Grund wenden sich die Beschäftigten der UMG mit ihrer Resolution zum einen an den Bundesgesundheitsminister mit der Bitte, für eine ausreichende Finanzierung der Universitätsklinika mit ihren besonderen Aufgaben und Anforderungen zu sorgen. Zudem sprechen sie den niedersächsischen Ministerpräsidenten und die zuständigen Fach-Ministerien für Wissenschaft und Kultur sowie für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung mit der dringenden Bitte an, sich trotz begrenzter Landesmittel für eine ausreichende Finanzierung notwendiger Instandhaltungs- und Investitionskosten einzusetzen. Das gilt besonders für die Finanzierung des geplanten Neubauvorhabens an der UMG. Beides ist für die Universitätsmedizin Göttingen und ihre Beschäftigten essentiell notwendig.

Während der Personalversammlung wurde auch der Vorstand der UMG um eine Stellungnahme gebeten. Der Vorstand der Universitätsmedizin Göttingen unterstützt die Resolution nachdrücklich.