UMG koordiniert Millionenprojekt

© hzg
Text von: redaktion

An dem europäischen Exzellenzprojekt zur Herzforschung sind zwölf Institutionen und drei mittelständische Unternehmen aus insgesamt neun verschiedenen Länden beteiligt. Koordiniert wird EUTrigTreat von Stephan E. Lehnart aus der Abteilung Kardiologie und Pneumologie an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG).

Wie entstehen potentiell tödliche Herzrhythmusstörungen, so genannte Arrhythmien? Welche grundlegenden biologischen Mechanismen (Trigger) lösen den plötzlichen Herztod aus? Wie können solche bedrohenden Ereignisse besser erkannt und behandelt werden (Treatment)?

Die wissenschaftliche Untersuchung dieser Fragen steht im Zentrum des internationalen Konsortiums EUTrigTreat, das seine Arbeit am 1. Oktober 2009 aufgenommen hat. Das Startup-Meeting der europäischen und amerikanischen Partner von EUTrigTreat findet vom 15. bis 17. Oktober 2009 in Göttingen statt.

Ziel ist es, grundlegende Mechanismen der Auslösung elektrischer Herzerkrankungen erstmals systematisch und auf vielen biologischen Ebenen zu erforschen. Parallel verfolgt EUTrigTreat die Entwicklung und Testung innovativer diagnostischer und therapeutischer Konzepte wie die mikroskopische Endoskopie neuer Biomarker des Herzens.

Stephan E. Lehnart von der Abteilung Kardiologie und Pneumologie, Herzzentrum UMG, ist Leiter des Forschungskonsortiums:“Bislang gibt es keinen vergleichbaren Forschungsverbund, der eine ähnlich vernetzte und wissenschaftlich hohe Dichte an Untersuchungen und therapeutischen Innovationen in diesem Gebiet bearbeitet. Wir erwarten wichtige Impulse und Informationen sowohl für Wissenschaftler und Ärzte als auch für Patienten.“

Mit der jüngsten Einwerbung von EU-Mitteln im 7. Rahmenprogramm der Europäischen Union hat sich die Abteilung Kardiologie und Pneumologie der UMG erneut erfolgreich im europaweiten Wettbewerb um wichtige Fördermittel zum Aufbau wissenschaftlicher Kollaborationen zu aktuell wichtigen Forschungsfragen durchgesetzt.

Das 2006 gestartete und bis dahin größte Exzellenzprojekt zur Herzforschung „EUGeneHeart“ wird ebenfalls an der UMG koordiniert. Dessen Koordinator Gerd Hasenfuß, Sprecher des Herzzentrums und Direktor der Abteilung Kardiologie und Pneumologie an der UMG: „Wir sind stolz darauf, dass wir zwei EU-Großprojekte dieses Formats innerhalb einer Abteilung einwerben konnten.“

Die Administration beider großer EU-Projekte liegt in den Händen des EU-Liaison Office der Universitätsmedizin unter der Leitung von Christiane Hennecke.