UMG-Hautforscher ausgezeichnet

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Text von: redaktion

Steffen Emmert, leitender Oberarzt der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Universitätsmedizin Göttingen, ist von der Jörg-Wolff-Stiftung mit dem Arnold-Rikli-Preis 2012 ausgezeichnet worden.

Der Hautexperte erhielt die Auszeichnung für seine Arbeiten zu den schädigenden Einflüssen der UV-Strahlung im Bezug zur Entstehung von Hautkrebs am Beispiel der sogenannten Mondscheinkrankheit und der Entwicklung neuer Therapiestrategien für Hautkrankheiten mit kaltem Plasma.

Diese Therapie stellt einen neuartigen Ansatz für die Behandlung von Hauterkrankungen dar.

„Mit unserer Arbeit konnten wir zeigen, wie wichtig die Reparatur von Schäden der Haut durch optische Strahlung ist, um Hautkrebs zu vermeiden. Dadurch wird der Einsatz von Licht zur Behandlung von Hautkrankheiten sicherer. Auf dieser Grundlage haben wir den Einsatz von kaltem Plasma als ionisierte Luft über der Haut als neuartige Behandlungsstrategie untersucht“, sagt Professor Emmert.

Sein Ergebnis: „Wir konnten gute Effekte auf die epidermale Hautbarriere nachweisen und eine positive Wirkung von Plasma bei der Behandlung von Neurodermitis sowie bei Wunden dokumentieren, bisher sogar ohne dass irgendwelche Nebenwirkungen aufgetreten sind.“

Der Arnold-Rikli-Preis wird von der Jörg-Wolff-Stiftung verliehen. Der Preis würdigt Arbeiten, die biologische Wirkungen von optischer Strahlung (ultraviolette, sichtbare und infrarote Strahlung) mit direkter Bedeutung für die Humanmedizin untersuchen und die Richtlinien für zukünftige Forschung aufzeigen und ist mit 10.000 Euro dotiert.