UMG hat Trendwende geschafft

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Text von: redaktion

Mit umfangreichen Konsolidierungsmaßnahmen ist es der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) gelungen, die verlustreichen Jahre 2006 und 2007 hinter sich zu lassen. Für 2008 kann der Vorstand ein ausgeglichenes Ergebnis vorlegen, die “Schwarze Null“.

Auf einer Pressekonferenz am 15. September 2009 haben die Vorstandsmitglieder Cornelius Frömmel, Wolfgang Brück und Barbara Schulte das gute Ergebnis bekannt gegeben und sind zuversichtlich, auch für 2009 und 2010 weiterhin „im Aufwind“ zu sein.

„Hinter uns liegen zwei Jahre harte Arbeit“, so Frömmel. Erfolgreich sei das Integrationsmodell gewesen, das die Zielsetzungen in allen Bereichen ermöglicht hat.

So konnte die UMG das Jahr 2008 in allen Säulen – Forschung und Lehre, Krankenversorgung sowie Wirtschaftsführung – positiv abschließen und ihre Position stärken.>

Durch die überdurchschnittlich gute Einwerbung von Drittmitteln in Höhe von 41,7 Millionen Euro konnte der Forschungsbereich u. a. um zehn neue Professoren erweitert werden. Weiterhin wurden die Kooperationen in der Region in den Neurowissenschaften und der Kardiologie ausgebaut sowie ein Krebszentrum neu gegründet.

In der Ausbildung forciert die UMG die modulare Lehre mit praxisnaher Ausbildung. „Wir sind in der Lehre vorne dabei“, umschreibt es Frömmel und verweist darauf, dass die Studierenden an der UMG bei den Prüfungen der Vorklinik immer an der Spitzengruppe unter den Top 3 aller 37 medizinischen Fakultäten sind. Auch im Hinblick auf den doppelten Abiturjahrgang 2011 strebt die UMG einen Ausbau der Studienkapazitäten an.

Forschungs- und Krankenversorgung laufen an der UMG parallel. So betont Wolfgang Brück: „Dort, wo wir in der Wissenschaft führend sind, wollen wir auch den Patienten Bestes bieten.“ Als Beleg dafür wertet er auch die Patientenbefragung: Rund 3.000 Personen bewerteten ihre Zufriedenheit mit der UMG mit „sehr gut“ bis „gut“.

Wirtschaftlich konnte mit fast 350.000 ambulanten Behandlungskontakten eine hohe Auslastung in der Krankenversorgung und damit eine Steigerung der Erlöse erreicht werden.

Daneben verweist die UMG auf ihr Alleinstellungsmerkmal in der Region Südniedersachsen und Thüringen als Großklinikum der Maximalversorgung. Zu den neuen Leistungs- und Versorgungsangeboten zählen u.a. HNO, Dermatologie, Augenheilkunde, Neurochirurgie, Kardiologie, die Errichtung einer Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik, eines Traumazentrums, eines Brust und Gynäkologischen Krebszentrums, einer neurologischen Tagesklinik, einer Kardiopsychosomatischen Station im Herzzentrum sowie ein Hörzentrum.

Brück hebt hervor, dass die enorme Leistungssteigerung vor allem durch die Mitarbeiter getragen wird, die Vieles vorangebracht haben, Prozesse seien verbessert und optimiert worden.

Allerdings kam es zu keinem Personalabbau im patientennahen Bereich, betont Barbara Schulte. Jedoch im administrativen und medizin-technischen Bereich wurde durch Auslaufen befristeter Verträge und einer Vorruhestandsregelung eingespart.

„Wir haben alles auf den Prüfstand gestellt“, sagt Schulte. Durch den gemeinsamen Energieeinkauf mit der Universität konnten bessere Konditionen ausgehandelt werden, die Beschaffung der Sachmittel wurde ebenfalls durch einen Einkaufsverbund kosteneffizient strukturiert.

Im Rahmen eines systematischen Projektmanagements wurden Verantwortlichkeiten festgelegt und Zielvereinbarungen mit den Führungskräften vereinbart.

„Die Konsolidierung wird fortgesetzt“, sagt Schulte, und betont: „Durch die sehr gute Leistungssteigerung steht die Universitätsmedizin Göttingen im bundesweiten Vergleich an einer Spitzenposition.“

Der positive Trend wird sich 2009 fortsetzen und damit weitere Investitionen ermöglichen. Was jedoch bleibt ist ein Bilanzverlust von 50 Millionen Euro, der in den nächsten Jahren noch abgetragen werden muss.

Ende 2009 wird die UMG mit einem Generalentwicklungsplan Bau in die entscheidende Phase treten. Sowohl das Land Niedersachsen als auch der Stiftungsausschuss unterstützen den Weg einer Neubauplanung.

Nach dem Motto „….sorgen für Gesundheit und Lebensqualität“ will die UMG auch bei ihrer Zukunftsplanung in der Forschung, der Lehre, der Patientenversorgung und beim Wirtschaften und Bauen nach modernsten Lösungen streben. „Wettbewerbsfähig, aber zutiefst menschlich“, formuliert es Frömmel.