Umfangreiche Bauarbeiten in der Glashütte Rinteln stehen vor dem Abschluss

© IStockPhoto/ozgur ari
Text von: redaktion

Owens-Illinois (O-I), der weltweit größte Hersteller von Glasverpackungen, steht kurz vor dem Abschluss der Modernisierungsarbeiten in seinem Werk im niedersächsischen Rinteln.

Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 18 Millionen Euro wurde eine Schmelzwanne durch eine neue Betriebsstätte ersetzt sowie Produktions- und Qualitätssicherungsmaschinen auf dem modernsten Stand der Technik installiert. Die Produktion wurde wieder aufgenommen und verläuft planmäßig.

Bevor die Mitarbeiter des Werks Rinteln und externe Kräfte mit den Bauarbeiten beginnen konnten, waren Anfang April dieses Jahres die Produktionslinien der Wanne B stillgelegt worden. Mit dem Wannenanstich begann die Löschung der steinernen Schmelzwanne, bei der hunderte Liter des mehr als 1000 Grad heißen Flüssigglases abgelassen wurden. Der erkaltete Glasgrieß wurde aufbewahrt und anschließend wieder als Rohstoff für die Produktion neuer Glasbehälter eingeschmolzen. Nach der Löschung inspizierten Experten von O-I bei einer Begehung des Wanneninneren standardmäßig die abgekühlte Anlage, um aus den Spuren des rund vierzehnjährigen Dauerbetriebs Erkenntnisse für zukünftige Bauten zu gewinnen.

Danach konnte der Ab- und Neubau der Wanne beginnen, die wie üblich das Ende ihrer Lebensdauer nach der rund vierzehnjährigen Wannenreise und zahlreichen Wannenumfärbungen erreicht hatte. Die Steine mit einem Gewicht von etwa 2000 Tonnen wurden bis auf das Stahlgerüst abgetragen und beinahe vollständig dem Recycling zugeführt. Für den Neubau der Schmelzwanne ließ O-I Material aus dem europäischen Ausland, Asien und den USA über den See- und Luftweg nach Rinteln transportieren. Parallel dazu wurde eine der beiden Glasmaschinen hinter Wanne B demontiert. Ein riesiger Autokran hob die 28 Tonnen schwere Anlage aus der Halle, deren Dach eigens hierzu geöffnet wurde. Im Anschluss daran wurde eine neue IS-Maschine, die auf dem neuesten Stand der Technik ist, eingebaut.

„Wir sind sehr froh, dass die Baumaßnahmen bislang reibungslos verlaufen sind und wir mit dem gesamten Projekt voll im Zeitplan liegen“, sagt Werksleiter Thomas Stadie. „Das haben wir einer präzisen Planung, unserem hoch qualifizierten und erfahrenen Werksteam sowie nicht zuletzt den vielen externen Arbeitskräften zu verdanken. Im Rahmen des Projekts wurden im Rintelner Werk neun Arbeitsplätze geschaffen, davon fünf Stellen für Auszubildende.

In Rinteln beschäftigt O-I 260 Mitarbeiter, darunter sind 16 Auszubildende und ein Elektrotechniker, der ein duales Ingenieur-Studium absolviert. Sie produzieren im Jahr über 300 Millionen Glasbehälter für Hersteller von alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken sowie Lebensmitteln aus der Region, aus Deutschland und dem europäischen Ausland.