Ulrich Stiebel erhält ersten HAWK-Preis

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Text von: redaktion

HAWK-Präsidentin Christiane Dienel hat den ersten HAWK-Preis im Rahmen eines Festaktes in der Aula am Hohnsen vor zahlreichen Gästen an Ulrich Stiebel überreicht.

„Mit dem Preis würdigt die Hochschule die Verdienste des Mitinhabers und Mitglied des Aufsichtsrats der Stiebel-Eltron-Gruppe für die Hochschule“, sagte Dienel und dankte Stiebel für die großzügige Unterstützung.

In seiner Laudatio hob Werner M. Bahlsen, Inhaber und Vorsitzender der Geschäftsführung der Bahlsen GmbH & Co. KG in Hannover, das besondere Engagement Stiebels hervor. Bahlsen betonte, dass Ulrich Stiebel schon auf umweltschonende Technologien gesetzt und die Entwicklung zielstrebig vorangetrieben habe, als das Thema überhaupt noch nicht in der öffentlichen Diskussion gewesen sei.

Dies allein sei bemerkenswert, aber die Tatsache, dass Stiebel sein Wissen auch in die Hochschule trage, sei ein Stück „Förderung unserer Gesellschaft“.

Stiebel Eltron stiftet Gastprofessur: Ulrich Stiebel hat sich insbesondere für den Studiengang Green Building, mit dem Kern Gebäudetechnik, am HAWK-Standort Holzminden eingesetzt und 2010 persönlich dafür stark gemacht, dass sein Unternehmen die Mittel für eine Gastprofessur zur Verfügung stellt, die die Lehre dieses Studiengangs unterstützen.

Außerdem soll es dazu beitragen, dass sich der Bereich Bauen der Holzmindener Fakultät Management, Soziale Arbeit, Bauen mit der Berufswelt in der Region und darüber hinaus noch intensiver vernetzen kann.

Henrik Oehlmann, Dekan der Fakultät, hob die besondere Bedeutung dieses Engagements für die Entwicklung des Standorts Holzminden hervor, die auf die gesamte Hochschule ausstrahle.

Als Beispiel dieser Vernetzung kann der Neubau der Holzmindener KiTa Bahnhofstraße angeführt werden, der durch die Beratung der HAWK in Verbindung mit der Unterstützung durch die Industrie besonders ‚grün‘ realisiert werden konnte.

Stiebels Ziel sei, seine langjährige Erfahrung aus eigener innovativer Bautätigkeit in die Ausbildung der HAWK am Standort Holzminden einfließen zu lassen.

Ulrich Stiebel wurde 1949 in Göttingen geboren. Er hat nach dem Abitur in Holzminden an der Technischen Universität Darmstadt Wirtschaftsingenieur studiert und später an der Universität St. Gallen in Betriebswirtschaftslehre promoviert. Er ist heute Mitglied des Aufsichtsrates von Stiebel Eltron.

Die Unternehmensgruppe hat in 2012 einen Umsatz von etwa 483 Millionen Euro erzielt und beschäftigt weltweit rund 3000 Mitarbeiter. Der Hauptsitz des Familienunternehmens, welches 1924 von Theodoro Stiebel gegründet wurde, ist Holzminden.

Der HAWK-Preis ist die höchste Ehrenauszeichnung der HAWK und wird an hochschulinterne und externe Personen verliehen, die durch eine herausragende Aktion oder Initiative oder durch besonderen Einsatz das Leitbild der HAWK ‚vielfältig, lebendig, menschlich‘ konkretisiert haben und sich dadurch um die Hochschule oder Teile der Hochschule in besonderer Weise verdient gemacht haben, so heißt es in der HAWK-Grundordnung.

Entworfen wurde der Preis von HAWK- Student David Müller. Er zeigt die stilisierte Schwinge eines Falken im Aufwind. Unter der Leitung von Hartwig Gerbracht, Verwaltungsprofessor im Bereich Metallgestaltung an der Fakultät Gestaltung, hatten Studierende Vorschläge entwickelt, aus denen schließlich dieser Entwurf ausgewählt wurde.

David Müller beschreibt sein Werk so: „Die silberne Schwinge repräsentiert die Freiheit und das sanfte Gleiten im weiten Luftraum, aber auch Wendigkeit und Zielstrebigkeit. Unsere Studierenden und Lehrenden bewegen sich frei in ihren Kompetenzen, forschen in alle Richtungen und jedem wird sein persönliches Ziel ermöglicht. Wir sind kommunikativ, innovativ und breit aufgestellt, wir bewegen uns in alle Richtungen und arbeiten, wenn wir ein Ziel vor Augen haben, auch geradewegs und unbeirrt darauf zu.“