Übergabe an die nächste Generation

Text von: redaktion

Göttinger Volkswirte untersuchen, wie der Generationenwechsel in mittelständischen Betrieben insbesondere des Handwerks verläuft. Sie erhalten dafür eine Förderung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Höhe von 75.000 Euro.

Der demografische Wandel stellt mittelständische Unternehmen vor große Herausforderungen. Es wird erwartet, dass in den kommenden Jahren viele Kleinbetriebe an die nächste Generation weitergegeben werden.

Rund ein Drittel der Betriebe im Handwerk eignet sich nach bisherigen Erkenntnissen für eine Übergabe an einen Nachfolger. Die dabei zu lösenden Probleme reichen von der engen Verbundenheit des Kundenstammes mit dem bisherigen Inhaber bis zu Personalfragen sowie steuerlichen und rechtlichen Aspekten.

„Um volkswirtschaftliche Verluste zu vermeiden, sollte der Prozess des Generationenwechsels im Handwerk optimal begleitet werden“, sagt Klaus Müller, Geschäftsführer des Göttinger Instituts.

Mit empirischen Erhebungen und der Auswertung weiterer Studien wollen die Volkswirte vorhersagen, wie viele Existenzgründungen, Betriebsübernahmen und -übergaben bis zum Jahr 2020 zu erwarten sind und welche Probleme dabei speziell im Handwerk auftreten.

Daraus werden sie Empfehlungen für Entscheidungsträger aus Politik, Kammern und Verbänden ableiten.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie fördert die Studie unter Leitung des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen über einen Zeitraum von 18 Monaten mit rund 200.000 Euro. Den Göttinger Volkswirten stehen hiervon rund 75.000 Euro zur Verfügung.

Außerdem sind an der Studie Wissenschaftler des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn, des Stiftungslehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre und Unternehmensnachfolge der Universität Siegen sowie des Instituts für Entrepreneurship, Mittelstand und Familienunternehmen der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin beteiligt.