Über Kreisgrenzen hinweg

Text von: redaktion

Der Osteroder Bürgermeister Klaus Becker (parteilos) und Walter Lampe (SPD), Bürgermeister der Samtgemeinde Oberharz, haben sich mit leitenden Mitarbeitern zu einem Gespräch in Osterode getroffen, um über die engere Zusammenarbeit der Verwaltungen zu sprechen.

Landesweit wird derzeit über Kooperationen und Fusionen von Städten, Gemeinden und Landkreisen diskutiert.

Auch Becker und Lampe verschließen sich der Diskussion nicht. Sie wollen aber unabhängig von Fusionsüberlegungen ausloten, wie eine Zusammenarbeit gestaltet werden kann.

Aufgabenfelder hierfür wurden bereits ausgemacht. Das Besondere daran ist der Kreisgrenzen überschreitende Ansatz.

So sehen die Bürgermeister bei touristischen Projekten ebenso Potenzial wie bei der Unterstützung von Existenzgründern.

„Wir müssen am gemeinsamen Ziel arbeiten, Existenzgründer in der Region zu halten und die Region Harz insgesamt deutlich erkennbarer zu machen“, so Walter Lampe.

In beiden Kommunen gibt es ähnliche Ausgangssituationen. Die Bevölkerung nimmt ab, Infrastruktur wird teilweise nicht mehr in bisherigem Umfang genutzt. Und Schulden drücken sowohl die Stadt Osterode am Harz wie die Samtgemeinde Oberharz.

Einigkeit besteht darin, dass „Kooperationen um der Kooperation willen“ keinen Sinn machen.

Klaus Becker: „Wir wollen prüfen, wie wir gegenseitig profitieren können. Nur wenn alle Beteiligten unter dem Strich Vorteile haben – und das müssen nicht unbedingt rein finanzielle sein -, reden wir ergebnisoffen darüber, wie wir bei geeigneten Aufgaben zusammenarbeiten.“

Beide Hauptverwaltungsbeamten vereinbarten in diesem Sinne weitere Gespräche und erteilten Prüfaufträge in die jeweilige Verwaltung.