“Trotz Krise zum Marktführer“

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Text von: redaktion

Für seinen ersten Regionalabend holte das StrategieForum Göttingen einen prominenten Redner in die Region: Jürgen Dawo, Mitglied des Bundesverbandes StrategieForum e.V., berichtete in seinem Vortrag “Trotz Krise zum Marktführer“ von der Erfolgsgeschichte seines Unternehmens Town & Country.

Oliver Bornemann, Inhaber von bornemann strategie und Leiter des StrategieForums Göttingen, ist mit dem ersten Göttinger Regionalabend ein guter Auftakt gelungen. Mit Jürgen Dawo konnte er einen impulsreichen Redner gewinnen und außerdem über 30 strategieinteressierte Unternehmer der Region zusammen bringen. Zu diesen gehörte z.B. auch Klaus Schmidts, der mit seinem Bikerhaus in der Kategorie Zielgruppen-Spezialisierung 2011 bereits den Strategiepreis des StrategieForum Deutschland e.V. erhalten hat.

Town & Country ist das Franchisekonzept der 1997 von Jürgen Dawo und seiner Frau gegründeten Town & Country Haus Lizenzgeber GmbH. Gegen den Trend ist das Unternehmen im Markt der Massivhäuser stetig gewachsen und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Dawo stellte in seinem Vortrag die Engpasskonzentrierte Strategie (EKS) vor, mit der er diese Erfolge erzielte: Mit den vier EKS-Prinzipien (Konzentration statt Verzettelung, Minimumprinzip, Immaterielles vor Materiellem, Nutzenmaximierung) und sieben Phasen richtet Town & Country Unternehmensstärken zum Nutzen seiner Zielgruppe aus. Dabei sei EKS auch immer eine Marktführerstrategie. Über 1.000 Weltmarktführer in ihren Bereichen, so Dawo, seien damit groß geworden. Doch es müsse nicht immer gleich der globale Markt sein. „Marktführer können Sie auch in einem regional begrenzten Gebiet, in einem Landkreis zum Beispiel, sein“, richtete er an die Zuhörer.

Mit EKS zum Marktführer

Zu allen sieben Phasen erläuterte Dawo anschaulich an der eigenen Marke Town & Country die Anwendung von EKS: Situations- und Stärkenanalyse (1), Erschließung eines Spezialgebiets (2), Fokussierung auf erfolgsversprechendste Zielgruppe (3) und deren brennendste Probleme (4), stetige Innovation (5), geschickte Kooperationen (6) und den Blick auf die konstanten Grundbedürfnisse der Zielgruppe (7). „Viele Unternehmen, die schon lange im Geschäft sind, entgegen: So einfach kann es doch nicht sein“, berichtete Dawo von seiner Erfahrung aus vielen Gesprächen. Verbunden mit der nötigen Konsequenz und Weitsicht, sei es aber genau so einfach. Das heiße aber auch, jede im Unternehmen zu treffende Entscheidung wieder mit der eigenen Strategie abzugleichen.

Dawo machte – getreu seinem Vortragstitel „Trotz Krise zum Marktführer“ – gerade den Unternehmern in schwierigen Märkten Mut: „Je mehr Probleme Ihre Branche hat, desto besser für Sie. Denn dann gibt es viel Raum für Innovationen, mit denen Sie Ihre Zielgruppe besser als die Mitbewerber ansprechen können.“

Weitere Regionalabende sind bereits fest geplant, verrät Bornemann. Sein Ziel sei es, noch mehr Unternehmer für das Thema Strategie zu gewinnen. Außerdem wünsche er sich „noch viel mehr Beteiligung für den Strategiepreis und dadurch noch viel mehr Preisträger aus der Region.“