Trinkgeld

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Text von: redaktion

Im Prinzip ist das Trinkgeld eine freiwillige Honorierung einer Dienstleistung. Sybil Gräfin Schönfeldt sagt, wie man es richtig macht.

Ist man miserabel versorgt worden, so zahlt man nichts. War es mittel, so gibt man eine Durchschnittssumme; hat man eine außergewöhnliche Bedienung genossen, so kann man auch außergewöhnlich danken. Mit zehn Prozent der Rechnungssumme liegt man bei gutem Service jedenfalls nicht falsch.

Trinkgeld wird auch im Privathaus von den Gästen erwartet, wenn sie zu einer größeren Gesellschaft eingeladen sind, die mithilfe von Hausangestellten oder gemietetem Personal durchgeführt worden ist. Die Gäste finden meist in der Garderobe einen Silberteller oder eine andere Schale, in die man sein Trinkgeld hinein geben kann. Weibliche Gäste, Ehefrauen ebenso wie Junggesellinnen, besitzen übrigens die gleiche Freiheit dazu wie Männer. Der Gastgeber übereicht nach dem Fest der Bedienung das, was zusammengekommen ist.

Wer ein paar Tage in einem Haus übernachtet, in dem es eine Zugehfrau oder eine Hausangestellte gibt, die ihm vielleicht die Hemden gewaschen oder ein Extrafrühstück bereitet hat, der sollte auf jeden Fall einen Geldschein in ein Kuvert stecken und der Betreffenden mit einem herzlichen Dankeschön zum Abschied geben.

Sybil Gräfin Schönfeldt, die in Göttingen studierte, gilt als Knigge- Erbin. Der Beitrag stammt aus ihrem Ratgeber „Gutes Benehmen wieder gefragt“ (Verlag Mosaik).