Treiber der Energiewende

©Stiebel Eltron
Text von: redaktion

Das Thema 'Energiewende' ist derzeit aus kaum einer seriösen Talkshow wegzudenken – es bestimmt die mediale Agenda. Auch Stiebel Eltron hat sich zum Ziel gesetzt, das erhebliche Potenzial von strombasierten Techniken für die Dekarbonisierung aller Sektoren auf europäischer Ebene stärker in den Fokus der Politik zu rücken, zusammen mit den Mitgliedern der 'Electrification Alliance'. Einer der wichtigsten Energiewende-Akteure ist neben der Politik das Fachhandwerk.

Laut der Umfrage ‚Energie-Trendmonitor‘ von Stiebel Eltron sind Handwerker der wichtigste Entscheidungshelfer für Bauherren, wenn es um die Auswahl der Heiztechnik geht – und die ist immerhin der größte Energieverbraucher in privaten Haushalten.

Die Umfrage zeigt: Es macht kaum einen Unterschied, ob Neubau oder Bestandsgebäude. Der Stellenwert des Fachhandwerkers in der Bevölkerung ist ausnahmslos hoch, wenn es darum geht, für das eigene Zuhause das passende Heizsystem auszuwählen. 92 Prozent der für den Energie-Trendmonitor 2019 von Stiebel Eltron befragten Bürger sehen das Handwerk in einer führenden Rolle bei der Umsetzung der Energiewende im Bestand, 91 Prozent sind es im Neubau. Mit einer Zustimmung von 88 Prozent bewertet die repräsentative Stichprobe die Rolle der Bundesregierung, vor allem durch gezielte Förderprogramme Anreize für nachhaltige Heizsysteme zu schaffen. Nicht minder wichtig: Der Erfahrungsaustausch mit Nachbarn, Freunden und Bekannten. 83 Prozent sehen die Mund-zu-Mund-Propaganda im Bestandsbau als wichtig an, 81 Prozent im Neubau.

Und wie ist es mit der Rolle von Architekten, Bauträgern und Energieversorgern bestellt? Mit 81 Prozent bei den Architekten/Bauträgern und 83 Prozent bei den Energieversorgern fällt die ‚Wichtigkeit‘ dieser beiden Gruppen im Bestandsbau etwas geringer aus, als im Neubau. Hier halten 89 Prozent Architekten und Bauträger für wichtige Baubeteiligte rund um Fragestellungen zu einem neuen Heizsystem. Die Zustimmung bei den Energieversorgern beträgt 85 Prozent. Zusammengefasst zeigen die Antworten durchweg eine hohe Bereitschaft, sich im Vorfeld von Investitionsentscheidungen umfassend bei Fachleuten und dem direkten Erfahrungsumfeld zu informieren. Daraus folgt: Die mangelnde Verfügbarkeit von Fachhandwerkleistungen aufgrund des Fachkräftemangels kann sich zu einem ernsthaften Bremspedal der Energiewende entwickeln. „einerseits sind wir Hersteller gefragt, dem Handwerk einfache Lösungen an die Hand zu geben – da sind wir schon auf einem sehr guten Weg. Andererseits braucht es aber trotz allem mehr Kapazitäten in den Unternehmen, die direkt zur Sanierungswirtschaft zählen – vor allem im Handwerk“, betont Hennig Schulz, Pressesprecher von Stiebel Eltron.

Zieldes Trendmonitors war es, herauszufinden, welche Baubeteiligten bei der Investitionsentscheidung eine Rolle spielen. 1.000 Bürger nahmen an der repräsentativen Umfrage teil.

Wie wichtig die Entscheidung für die richtige Haustechnik für Bauherren ist, zeigt Stiebel Eltron mit der aktuellen Online-Kampagne zum Thema ‚Wohlfühlen‘, die kürzlich mit dem europäischen Publikumspreis ‚Lovie‘ ausgezeichnet wurde. Aus 1.500 eingereichten Arbeiten aus 33 Ländern konnte das Unternehmen mit der neuen Kampagne hervorstechen und die User begeistern.

Stiebel Eltron macht darin deutlich, dass Wärme und Wohlfühlen insbesondere durch die richtige Haustechnik bestimmt werden. ‚Wohlfühlen im eigenen Zuhause‘ steht im Mittelpunkt der Kampagne. Seit September treffen Hausbesitzer und diejenigen, die es noch werden wollen, vermehrt auf die Kampagne des deutschen Traditionsunternehmens. Im Fokus steht die Auswahl der richtigen Haustechnik. Die Botschaften der Kampagne werden über ein kurzes, emotionales Video vermittelt, das über die Online-Kanäle des Unternehmens verbreitet wird – unter anderem über YouTube, Facebook und Twitter. Flankiert wird die Kampagne über Online-Anzeigen und weitere Kommunikationsmaßnahmen. „Seit Jahrzehnten lautet unser Claim ‚Technik zum Wohlfühlen‘ – und genau darum geht es“, so Marketingleiter Claus Kroll-Schlüter, „um das Wohlfühlen in den eigenen vier Wänden. Da spielt das gute Gefühl, auf die richtige Haustechnik gesetzt zu haben, eine entscheidende Rolle.“

Um dem Fachhandwerk den Arbeitsalltag zu erleichtern, hat der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) den Open Datapool geschaffen. Eine Online-Bibliothek technischer Stammdaten. Stiebel Eltron stellt nun ebenfalls seine Produktdaten dort zur Verfügung.

„Das ist ein weiterer Schritt auf unserem Weg, die Digitalisierung des Handwerks zu unterstützen“, so Frank Jahns, Geschäftsführer der deutschen Vertriebsgesellschaft von Stiebel Eltron. Als Serviceleistung stellt Stiebel Eltron dafür seine qualitätsgeprüften Artikelstammdaten im Vollsortiment für die Software des Handwerks bereit.

Die Partnerschaft ist der Startpunkt einer geplanten umfassenden Digitalkooperation: weitere digitale Serviceangebote beispielsweise  aus der Stiebel Eltron-Toolbox sollen über Open Datapool direkt mit den handwerklichen Prozessen verknüpft werden.

“Je mehr arbeitsintensive Schritte in einem Projektablauf digitalisiert werden können, umso besser – so bleibt dem Fachhandwerker wieder mehr Zeit für sein Kerngeschäft, die Beratung und die Installation. Wir als Hersteller bieten unseren Fachpartnern in vielen Bereichen schon länger digitale Services, unterstützen aber natürlich auch externe Angebote – wie jetzt die Open-Datapool-Plattform“, begründet Frank Jahns die Übernahme der Premiumpartnerschaft durch Stiebel Eltron.

Open Datapool ist darauf ausgelegt, prozessrelevante Daten für die Wertschöpfungskette des Handwerks automatisiert bereitzustellen. Auf der Datenplattform werden zurzeit Produktstammdaten von fast 260 Lieferanten angeboten. Auch der Umfang von Planungsdaten wächst kontinuierlich. Fachhandwerker finden auf Open Datapool mehr als 300 Planungsdatensätze von über 100 Lieferanten. Ausschreibungsdaten in verschiedenen Formaten, Energielabel und Datenblätter runden das Angebot ab. Nutzer haben über Open Datapool zudem Zugriff auf ca. 14.000 PDF-Kataloge und -Dokumente von annähernd 370 Lieferanten.

Doch neben dem Fachhandwerk spielt die Politik eine entscheidende Rolle bei der Energiewende. Die europäische Verbändevereinigung ‚Electrification Alliance‘ hat Anfang November ihre Erklärung ‚Förderung eines klimaneutralen, wettbewerbsfähigen und sicheren Europas‘ im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung präsentiert. Stiebel Eltron zählt über seine Mitgliedschaft im europäischen Wärmepumpenverband EHPA nicht nur zu den Unterstützern der Allianz, sondern gehört zu den Erstunterzeichnern der Erklärung, die sich vor allem auch an die neue EU-Kommission richtet. Deren Vorsitzende Ursula von der Leyen hat einen ‚Green New Deal‘ für die ersten 100 Tage ihrer Amtszeit angekündigt.

Die Mitglieder der Vereinigung haben sich zum Ziel gesetzt, das erhebliche Potenzial von strombasierten Techniken für die Dekarbonisierung aller Sektoren aufzuzeigen und auf europäischer Ebene stärker in den Fokus der Politik zu rücken. Die Bündnispartner sind starke Befürworter des Pariser Klimaabkommens und fordern kurzfristig verstärkte Maßnahmen zur Erreichung der dort vereinbarten Klimaziele, insbesondere zur CO2-Einsparung. In einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Veranstaltung in Brüssel erklärte Stiebel-Eltron-Geschäftsführer Nicholas Matten als Experte für den Wärmesektor, dass „die für die Wärmewende notwendige Technik in Form von umweltfreundlichen Wärmepumpen, auch für den Gebäudebestand, seit Jahrzehnten am Markt verfügbar ist.“ Allerdings bedürfe es weitergehender politischer Maßnahmen, um die Elektrifizierung des Wärmemarktes voranzutreiben. Weiter verdeutlichte Matten die industriepolitische Dimension des Themas. „CO2-freies Heizen und Kühlen kann zu einem Motor für nachhaltiges Wachstum in ganz Europa werden und lokale Arbeitsplätze schaffen.“ Zum Thema Wasserstoff stellte Matten klar, „dass es eine klare Strategie braucht, die nach Dringlichkeit sortiert werden muss. Bis Europa über genügend Wasserstoff aus erneuerbaren Energien als Substitution für Erdgas in Heizungen verfügen wird, müssen zuerst die Stromerzeugung weiter dekarbonisierten und andere Industriezweige mit ‚grünem Gas‘ versorgt werden, die sich nicht so leicht elektrifizieren lassen wie der Wärmesektor“.

Über 100 Organisationen aus wichtigen Industriezweigen und der Zivilgesellschaft fordern die politischen Entscheidungsträger der EU mit der Erklärung auf, die Einführung von sauberer und erneuerbarer Elektrizität als kostenwirksamste und energieeffizienteste Strategie zur Schaffung eines klimaneutralen Europas zu beschleunigen. Die langfristige Dekarbonisierungsstrategie der Europäischen Kommission mit dem Titel ‚Ein sauberer Planet für alle‘ habe gezeigt, dass die Nutzung erneuerbaren und damit dekarbonisierten Stroms deutlich zunehmen müsse und fossile Brennstoffe im europäischen Energiemix ersetzt werden müssten – das seien Voraussetzungen für die Erreichung der Klima- und Energieziele. Die Elektrifizierung habe das Potenzial, die europäische Wirtschaft grundlegend umzugestalten, die Industrie zu beleben und eine saubere und gesunde Umwelt für die Bürger zu gewährleisten. Um die Vision der Klimaneutralität zu erfüllen, müssten die notwendigen Investitionen in Netzinfrastruktur, intelligente Lösungen und erneuerbare Energieerzeugung jetzt beginnen. Die Politik müsse auf dieses Ziel ausgerichtet sein.