Traditionell, konservativ – doch immer up to date

© Alciro Theodoro Da Silva
Text von: redaktion

Bei der VGH Versicherung kriegt nicht nur der Kunde die volle Aufmerksamkeit – auch die Mitarbeiter stehen im Fokus. Kein Wunder, dass die meisten bis zur Rente im Unternehmen bleiben.

Draußen ist es noch dämerig, Ulf Hasse fährt frühmorgens durch die Straßen von Göttingen, auf dem Weg zu seinem nächsten Termin. Sein Handy klingelt. Da war ja noch was… Der vielbeschäftigte Regionaldirektor der VGH Göttingen nimmt sich Zeit und spricht mit dem UNIfaktor über das niedersächsische Traditionsunternehmen, Arbeitgeberqualitäten und das, was er von Bewerbern erwartet.

„Fachliches kann man lernen, positive persönliche Eigenschaften muss die Person bereits haben, die sich bei uns bewirbt. Sowas zu trainieren ist vielleicht nicht unmöglich, aber wir wollen von vornherein jemanden, der ein souveränes Auftreten hat, teamfähig und lernwillig ist“, fasst Ulf Hasse die für ihn wichtigsten Kriterien für einen Bewerber gleich zu Beginn unseres Gesprächs zusammen.

Und das Unternehmen, das er führt, kann es sich leisten zu fordern: Im Januar 2014 wurden die VGH Versicherungen als Branchensieger der besten Arbeitgeber vom Nachrichtenmagazin Focus ausgezeichnet. Auch in Göttingen sind die Mitarbeiter ihrer Arbeitsstätte gegenüber sehr positiv eingestellt. In der regionalen Vertretung gibt es kaum Fluktuation. Die meisten Mitarbeiter bleiben getreu dem Motto ‚Einmal VGH, immer VGH‘. „Es gibt bei uns einfach viele Möglichkeiten, Weiterbildungen, Förderungen, Aufstiegschancen – eine verlässliche Firmenpolitik, die Sicherheit bietet“, erklärt Hasse. Er selbst ist seit 1988 im Unternehmen; damals fing er als einfacher Azubi an.

Seit 1750 existiert der größte Regionalversicherer Niedersachsens bereits – zumindest im Kern. Die ‚Brand- Assecurations-Societät‘, die Keimzelle des heutigen Versicherungsunternehmens, hatte bereits die Idee vom zufriedenen Kunden. „Alle Bedürfnisse des Kunden sind wichtig. Die muss man im Blick haben, damit eine ganzheitliche Lösung gefunden werden kann“, erklärt der Regionaldirektor.

„Sie haben ihr Ziel erreicht“, quäkt die Computerstimme des Navigationssystems im Hintergrund. Ulf Hasse ist 15 Minuten vor der Zeit an seinem Bestimmungsort angekommen. Zeit für Persönliches: „Jeden Morgen lese ich in Ruhe Zeitung und frühstücke, damit der Tag beginnen kann“, offenbart er nach einigen Überlegungen. „Ganz normal, nichts Spektakuläres, im Laufe des Tages wird es dann immer noch stressig genug.“ Die viele Arbeit, die zahlreichen Termine und die Präsenz in der Öffentlichkeit, all das sieht Hasse als Motivation nach außen. Er wolle ein Vorbild für seine Mitarbeiter sein, erwarte allerdings nicht von ihnen, dass sie sein Tempo übernehmen. Gelassenheit sei auch wichtig, findet er, denn nur so könne ein Ziel erreicht werden und der Mitarbeiter zusätzlich zufrieden und entspannt seinen Feierabend genießen. 4.500 von ihnen arbeiten zurzeit für den Sach- und Personenversicherer in Niedersachsen. 1,8 Millionen Kunden brauchen täglich seine Unterstützung.

Eine EDV-Gesellschaft,eigene Sicherheitstechnik, eine Rechtsabteilung und natürlich sämtliche Versicherungsfragen – die beruflichen Möglichkeiten bei der VGH sind breit gefächert. Händeringend gesucht sind Mathematiker. „Es gibt einfach keine“, sagt Hasse, dabei bräuchte die VGH sie dringend für die Kalkulation, den Bereich Kapitalanlagen, das Berechnen von Tarifen oder auch zur Prognoseerstellung. Außerdem seien die Chancen für Physiker und EDV-Leute gut, berichtet Hasse weiter.

„Jede Erfahrung, die junge Leute machen, ist wertvoll für ihre Persönlichkeit“, findet der Regionaldirektor. Noten seien dabei nicht egal, der Mensch müsse aber zum Unternehmen passen, erklärt er weiter.

Auch in Sachen Work-Life-Balance ist die VGH im 21. Jahrhundert angekommen. Am Zahn der Zeit arbeiten die Beschäftigten im praktischen Gleitzeitmodell. Wer möchte, kann des Weiteren beispielsweise auf sein Urlaubs- oder Weihnachtsgeld verzichten und dieses in Urlaub umwandeln lassen. „Vor allem viele junge Leute nutzen dieses Angebot. Bis zu 50 zusätzliche Urlaubstage lassen sich so generieren“, sagt Hasse.

„Bei uns gibt es gute Chefs, gute Teams und eine produktive Arbeitsatmosphäre“, wirbt er um die Absolventen der Region. Ja, gute Chefs, davon ist er überzeugt. Für die Weihnachtsfeier mit dem Motto ‚Skibar‘ hätten sich schließlich bereits 90 Prozent der Belegschaft angemeldet. Das spricht für ein positives Firmenklima.