Tradition in Farbe und Gestaltung

© Alciro Theodoro da Silva
Text von: redaktion

Die Malerwerkstatt Ringeisen in Northeim feiert ihr 100-jähriges Jubiläum.

In und um Northeim ist der Name Ringeisen seit nun genau einem Jahrhundert eng mit dem Malerhandwerk verbunden.

„Wir sind stolz auf die lange Tradition“, sagt Inhaber Olaf Ringeisen, „und tun alles dafür, die Werte und Techniken meiner Vorfahren zu erhalten und in die Zukunft zu transferieren.“
So werden zum Beispiel Farben wieder selbst gemischt und nach überlieferten Techniken aufgetragen. Mit Olaf Ringeisen kamen zum Kerngeschäft weitere Schwerpunkte wie die Wohnstilberatung oder die Schimmelsanierung hinzu.
Dabei hatte der heute 37-Jährige in seiner Schulzeit noch andere Pläne, als den Familienbetrieb zu übernehmen. Auf dem Wirtschaftsgymnasium packte ihn aber die Faszination ,Unternehmertum‘, und er absolvierte die Lehre zum Maler und Lackierer.
„Nach der Sanierung einer Jugendstilvilla in Einbeck hat mich die Leidenschaft dann endgültig gepackt“, berichtet Ringeisen. Die ,Seele‘ eines alten Gebäudes freizulegen und für die Besitzer ein passendes Wohnumfeld zu schaffen, begeistert ihn bis heute.
Inzwischen führt er das Unternehmen in vierter Generation. Damit setzt er die Tradition fort, die Urgroßvater Gustav gemeinsam mit dessen Bruder Adolf 1913 als Dekorationsmaler begründete.
Großvater Karl und Vater Rolf führten die Malerwerkstatt in der Nachkriegszeit und bis in das 21. Jahrhundert. 2010 übernahm Olaf Ringeisen mit seiner Frau Katja den Betrieb.
Heute präsentiert sich die Malerwerkstatt als modernes Unternehmen, das auch neue Wege beschreitet. So hat Ringeisen erst kürzlich unter dem Titel ‚Farbspuren‘ ein eigenes Buch zur Wohnstilberatung herausgebracht.
Weitere Infos zur Malerwerkstatt Ringeisen gibt es anlässlich des Jubiläums in einer 8-seitigen faktor-Sonderausgabe die in Teilauflage der aktuellen Ausgabe beiliegt.
Kurzinterview

Herr Ringeisen, pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum ist Ihr Buch ‚Farbspuren‘ erschienen. Wie kamen Sie auf diese Idee?
Olaf Ringeisen: 2006 gestaltete ich mit meiner Frau unsere erste gemeinsame Wohnung. Da wir uns nicht vorstellen konnten, wie die Farbe im Raum wirkt, haben wir alles in Crème gestrichen. Das hat mich so geärgert, dass ich mich auf die Suche nach einer Lösung begeben habe, die es meinen Kunden leichter macht, sich Farben und Wohnstile im Raum vorstellen zu können.
Zuerst haben wir dafür die Wohnstilberatung eingeführt und im zweiten Schritt dann das Buchkonzept entwickelt. Sie unterstützen zudem mit Ihrer ‚Firma‘ Qualygate Ihre Kollegen bei der Organisation ihrer Betriebe.

Wie ist Ihre Malerwerkstatt organisiert?
In unseren Arbeitsabläufen entscheidet immer derjenige, der am dichtesten dran ist. Alles unter der Prämisse, dass sich unsere Kunden bei uns in guten Händen fühlen.
Außerdem habe ich das Glück, sehr engagierte und leidenschaftliche Mitarbeiter zu haben. So bleibt mir viel Arbeit erspart, weil weniger Fehler passieren.
Sie setzen auch Schimmelspürhunde ein. Wie kam es dazu?
Das ist uns ,zugefallen‘. Wir hatten bei unserem Labrador Joey gerade mit der jagdlichen Ausbildung begonnen, als mir ein Freund von Schimmelspürhunden berichtete. Da wir für die Schimmelsanierung auf der Suche nach einer Qualitätskontrolle waren, passte das gut. So prüft Joey heute, ob wir sauber gearbeitet haben.