Touristische Perlen in Niedersachsen

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Text von: Annika Scheidemann, Marisa Müller

Viele Wege führen nach Rom und noch mehr Wasserwege in Niedersachsen zu touristischen Perlen – Ziele, die einen Ausflug wert sind.

Schloss Wolfenbüttel

Einmal in die Gemächer der Adligen schauen: Im Schloss Wolfenbüttel, dem größten Wasserschloss Niedersachsens, haben Besucher die Gelegenheit, sich ein umfangreiches Bild von der fürstlichen Wohnund Tafelkultur in den ehemaligen Staatsund Privatgemächern der Herzöge zu Braunschweig und Lüneburg zu verschaffen. Dabei können sie die Perspektive des hochfürstlichen Tanzmeisters Monsieur Frédéric Guillaume de la Marche einnehmen – um nur eine der zahlreichen Sonderführungen zu nennen. www.schlosswolfenbuettel.de 

Badehaus Norderney

Umgeben von Dünen und Salzwiesen bietet das Badehaus Norderney Entspannung auf den Ebenen ‚Feuer und Wasser‘. Im Ambiente des architektonischen BauhausStils gilt es, beispielsweise zwischen Heißund Kaltbad oder einer Erdsauna im Außenbereich zu wählen. Das größte Thalassohaus in Europa bietet zudem auch für Familien allerhand Attraktionen: Sie reichen vom MeerwasserBrandungsbecken über verschiedene PlateauLandschaften bis hin zu einem für Kinder zugänglichen Wrack mit Spezialeffekten. www.badehaus-norderney.de 

Auswandererhaus

Mut und Wehmut, Aufbruch und Abschied – alles Emotionen, die mit dem Vorhaben auswandern zu wollen, einhergehen können. Seit 2005 haben die Besucher im Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven die Möglichkeit, die Gefühlswelten, die eine Emigration mit sich bringt, nachzuempfinden. Was waren die Beweggründe fortzugehen? Wohin sollte es gehen? Passend zum Gedanken an fremde Länder liegt ein Besuch im benachbarten Klimahaus Bremerhaven nahe. Dort wartet die Entdeckung der verschiedenen Klimazonen der Erde. www.dah-bremerhaven.de 

Brunnen- und Quellenwanderung

Immer der Libelle nach – so kann bei der Brunnenund Quellenwanderung entlang des Wasserlehrpfades in Wolfsburg keiner die Orientierung verlieren. Dabei führt der etwa zwölf Kilometer lange Weg zu Pumpen, Quellen, Teichen und Brunnen quer durch den Stadtwald – es gibt aber auch Abkürzungen. Frisches Wasser vom Kaiserstuhl probieren oder in Nordsteimke die TrinkwasserHochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 45 Millionen Liter bestaunen: Der unterhaltsame Pfad ist jederzeit zugänglich. www.tinyurl.com/faktorN-Wasserlehrpfad 

Hausboote mieten

Sein eigener Kapitän sein und selbst bestimmen, wo man Anker werfen möchte – dazu muss man kein echter Seebär sein und auch kein Vermögen investieren. Mit den Hausbooten der Familie Makris können Gäste im Ruthenstrom, einem Seitenarm der Elbe, auf Entdeckungsund Entspannungstour gehen. Ob mit dem Hausboot oder einem zusätzlichen Paddelboot, mit dem die verzweigten Flussarme weiter erkundet werden können – hier bietet sich eine Möglichkeit, unkonventionell Zeit zu zweit zu verbringen oder auch mit der ganzen Familie. www.hausbootferien-elbe.de 

Kleinste Kneipe Norddeutschlands

‚Up’m Prüfstand‘ ist die kleinste Kneipe Norddeutschlands, in der auf viereinhalb Quadratmetern direkt am Vareler Hafen ein ordentliches ‚Lütt un Lütt‘ serviert wird. Der Kneipenname kommt nicht von ungefähr: 1970 war in den Räumlichkeiten ein Bremsenprüfstand für LKW untergebracht. Heute wird eher die Trinkfestigkeit der Gäste getestet. In diesem Sinne: Prost! Und gegen den Hunger brät Inhaberin Uschi Reents in ihrem Fischrestaurant auf der anderen Straßenseite Schmackhaftes. www.tinyurl.com/faktorN-Kneipe 

Wattwanderung Minsener Oog

Minsener Oog – die Insel gehört zu den weniger bekannten Besonderheiten der Nordseeküste. Ehemals als Strombauwerk angelegt, wurde das kleine Eiland später unter Naturschutz gestellt und bietet heute einer Vielzahl an Vogelarten wie Strandbrüter oder Seepfeifer Zuflucht. Hier warten unvergessliche Eindrücke, die zum Schutz von Flora und Fauna sowie angesichts der Eigenheiten des Wegs dorthin nur in Begleitung von geprüften Wattführern gesammelt werden sollten. www.tinyurl.com/faktorN-Watt 

Gradierwerk und Kurpark

Die Sole tropft über Zweige, Wasser verdunstet, es duftet nach Salz: Besonders an heißen Tagen ist dies ein einmaliges Erlebnis, denn das Gradierwerk Lüneburg verspricht angenehme Abkühlung. Im Laufe der Zeit haben sich an dem knapp 58 Meter langen Bauwerk fast künstlerisch anmutende salzige Ablagerungen gebildet. Die Sole läuft übrigens nicht nur durch das Gradierwerk, sondern speist auch die SaLü – die Salztherme Lüneburgs, die zum Schwimmen im Solebad einlädt. www.tinyurl.com/faktorN-Gradierwerk