Tipps zum richtigen Whisky-Genuss

© Alciro Theodoro da Silva
Text von: redaktion

Kriterien für guten Whisky, das richtige Glas und die optimale Lagerung.

Kriterien für guten Whisky

Auch wenn Whisky-Experte Hans Strenge (Weinhandlung Bremer, Göttingen) betont, dass jeder selbst entscheiden muss, welcher Whisky ihm schmeckt, schlägt er doch vier Kriterien vor, die guter Single-Malt-Whisky erfüllen sollte:

  1. Komplexität: Er sollte vielschichtig sein. Denn es gibt kein Getränk auf der Welt, das so viele Aromen vereint wie ein guter Whisky.
  2. Balance: Alle Aromen sollten gleichmäßig und in gutem Verhältnis durchkommen. Kein Aroma darf den Geschmack zu sehr dominieren.
  3. Dynamik: Er sollte im Mund weitere Geschmacksnuancen entfalten.
  4. Das gewisse Etwas: Er sollte Charakter haben.

Glas

Kenner predigen schon seit Jahren, ein ‚Nosing- Glas’ beim Genuss von gutem Whisky zu verwenden. Dank seiner geschwungenen Form kann sich der Whisky im Bauch des Glases entfalten. Nach oben hin verengt sich das Glas, dort können sich die Aromen sammeln und von der Nase aufgenommen werden.

Bei den klassischen – und noch immer in der Whisky-Werbung propagierten – ‚Tumblern’ entweicht das Aroma aufgrund der großen Öffnung zu schnell. Wegwerfen sollte man die Gläser allerdings nicht, weil sie sich bestens für den Genuss klassischer Whisky-Cocktails wie ‚Old Fashioned’ eignen.

Lagerung

Die geschlossene Flasche einfach stehend lagern, dann kann nichts passieren, denn Whisky ist dank seines hohen Alkoholgehalts (mindestens 40 Prozent) sehr robust. Im Gegensatz zu Wein behält er sein Alter, sobald er abgefüllt ist, da die Reifung nur im Fass stattfindet.

Problematisch wird die Lagerung, wenn die Flasche geöffnet wurde. Dann kommt Sauerstoff an den Whisky, er oxidiert und verändert seinen Geschmack. Deshalb ist es ratsam, die Flasche nie nur zum Riechen zu öffnen.

Um zu verhindern, dass Sauerstoff eindringt, kann man den Whisky entweder in ein kleineres Behältnis füllen bzw. Glasmurmeln in die offene Flasche einfüllen (was aber spätestens beim Eingießen in ein Nosing- Glas ein wenig Geschick erfordert) oder am besten einfach austrinken.

 

Zum gesamten Artikel ‚Flüssiges Gold‘