Till Brönner – Abenteuerlust

© Ali Kepenek
Text von: redaktion

Am Sonntag, 6. September 2015, um 20 Uhr präsentiert Till Brönner die „Abenteuerlust“ in der Stadthalle Göttingen. Der Trompeter Brönner ist der wohl erfolgreichste und populärste deutsche Jazzmusiker...

Dabei ist er ein musikalischer Abenteurer, der sich immer wieder an neuen Konstellationen ausprobiert. Bei dem Konzert der Niedersächsischen Musiktage entführt er die Besucher mit großer Besetzung in eine Klangwelt zwischen Jazz und Filmmusik.

Vor rund 15 Jahren hatte Till Brönner bereits den Status als aufstrebender deutscher Nachwuchstrompeter hinter sich gelassen, allein die Anzahl seiner verkauften Platten unterstrich den Aufstieg in die internationale Oberliga des Jazz. Die guten Kontakte zu der Weltmarkt bestimmenden New Yorker Jazzszene verdeutlicht das, er ist der bekannteste deutsche Jazzexport.

Brönner gelang es als erstem Künstler, die „Triple Crown“, die dreifache Auszeichnung des ECHO Pop, ECHO Klassik und ECHO Jazz zu gewinnen. In seiner Kindheit erlebt Brönner mit Louis Armstrong und Charlie Parker erste prickelnde Momente: “Als ich zum ersten Mal Bebop hörte, Charlie Parker, das war eine Initial-Zündung.“ Er absolviert zuerst eine klassische Ausbildung, um anschließend Jazztrompete an der Kölner Musikhochschule zu studieren. Bereits als 20-Jähriger überzeugt Brönner bei einem Vorspiel den Chef des Berliner RIAS-Tanzorchesters. Zwei Jahre später debütiert er als Bandleader mit der Aufnahme “Generations of Jazz“. Mit seinem dritten Album “German Songs“ erregt er ihm große Aufmerksamkeit. Darauf nimmt er sich alter UFA- Schlager an, die er mit einer Mischung aus Streichorchester und Jazzquartett instrumentiert.

Die internationale Anerkennung erfährt er 1995 mit dem Fusion- Jazz Album “Midnight“. 2002 produziert er für Hildegard Knef “Aber Schön War Es Doch“ und arbeitet mit P-Funk-Legende Bootsy Collins zusammen.

Till Brönner behält bei allen Experimenten immer den Blick für seine Wurzeln: “Der wichtigste faktor im Jazz ist die Freiheit, sich in der Minute, in der Sekunde zu überlegen, was man jetzt eigentlich machen möchte. Wir spielen jeden Abend ein anderes Konzert. Jede Nummer klingt jeden Abend anders. Das bleibt Improvisation und Improvisation ist sehr wichtig. Dann ist es ja fast egal, ob es Jazz oder Pop oder Hip Hop oder Klassik ist.“

Weitere Informationen sind unter www.stadthalle-goettingen.de abrufbar.