Tarifvereinbarung bei KWS

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Text von: redaktion

Die IG BAU und die KWS SAAT AG haben am 4. Juli 2011 einen Tarifabschluss über die Laufzeit von 24 Monaten vereinbart. Neben der Kompensation der Preissteigerung, einer starken Sozialkomponente und einer verstärkten Unterstützung von Jugend und Familienarbeit ist auch die Ausweitung der erfolgsabhängigen Vergütung vereinbart worden.

„Somit setzt dieser Tarifabschluss ein deutliches Zeichen“, fasste Hagen Duenbostel, verantwortlicher Vorstand der KWS, den Tarifabschluss zusammen.

Rückwirkend zum 1. Juli 2011 treten die Ergebnisse der Tarifverhandlung für alle Mitarbeiter der KWS SAAT AG in Kraft.

Hauptsächlich konnten sich die Tarifparteien bei den von beiden Seiten offen und zielorientiert geführten Gesprächen auf Entgelterhöhungen einigen:

Für die unteren Lohngruppen E3 bis E8 gibt es im ersten Jahr 82 Euro mehr (für die Lohngruppe E8 entspricht dies 3,0 Prozent, für die oberen Lohngruppen 2,62 Prozent. Im zweiten Jahr werden alle Entgeltgruppen noch einmal zusätzlich 2,1 Prozent mehr erhalten.

Aufgrund den zu erwartenden guten Geschäftzahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 wurde für Februar 2012 eine Einmalzahlung von 330 Euro vereinbart. Zusätzlich wird die Dividendenstaffel von 2,30 auf 2,60 Euro angehoben und gleichzeitig der Dividendenrahmen von 75 auf 100 Prozent erhöht.

Alle Auszubildenden (erstes bis viertes Lehrjahr) erhalten jeweils 50 Euro pro Monat mehr und können gegen Nachweis einen Mietzuschuss bis zu 100 Euro monatlich erhalten.

Der Kinderbetreuungszuschuss, mit dem KWS die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bisher schon unterstützt, bleibt ebenfalls für die nächsten zwei Jahre bestehen.

Neu ist eine Vereinbarung zur Unterstützung von pflegebedürftigen Angehörigen. Hier können sich die Mitarbeiter entscheiden, ihre Arbeitszeit dafür auf 50 Prozent zu reduzieren. Sie erhalten für die Zeit der Pflege 75 Prozent ihrer bisherigen Bezüge.

Die Mitarbeiter der KWS Services Deutschland GmbH sind in diesen Tarifabschluss integriert.

„Mit diesem Abschluss sind die Erwartungen der Tarifkommission auf eine hohe prozentuale Erhöhung der Bezüge nicht erfüllt“, betonte die zuständige Sekretärin der IG BAU, Kätchen Nowak. Daher haben beide Parteien eine Widerspruchsfrist bis zum 29.7.2011 vereinbart.