Symrise weiterhin profitabel

Text von: redaktion

Die Symrise AG hat sich in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld im ersten Halbjahr 2009 gut behauptet. Der Duft- und Geschmacksstoff-Hersteller und erwirtschaftete in einem rückläufigen Gesamtmarkt einen stabilen Konzernumsatz.

Obwohl die Ertragslage durch hohe Rohstoffpreise und Aufwendungen für Restrukturierungen und Integrationen belastet wurde, erzielte Symrise eine EBITDA-Marge von 17,3 Prozent.

Heinz-Jürgen Bertram, Vorstandsvorsitzender der Symrise AG, sagte: „Wir haben im ersten Halbjahr eine Reihe von Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt und sehen bereits jetzt erste Erfolge. Der volle Effekt wird bis Anfang nächsten Jahres wirksam werden. Die bereinigte EBITDA-Marge von über 20 Prozent im zweiten Quartal belegt, dass Symrise operativ in guter Verfassung ist.“

Der Konzernumsatz stieg im ersten Halbjahr von 676 Millionen Euro auf 685,1 Millionen Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 1 Prozent im Vergleich zum starken Vorjahreszeitraum.

Dynamisch entwickelte sich der Umsatz mit einem Anstieg um 15 Prozent vor allem in der Region Südamerika. In Nordamerika trugen die im Vorjahr getätigten Akquisitionen maßgeblich zum Umsatzwachstum von 31 Prozent. In der Region Asien/Pazifik legte der Umsatz um 5 Prozent zu.

Die anteilig umsatzstärkste Region EAME litt im ersten Halbjahr weiterhin unter der Konjunkturschwäche in wichtigen Absatzmärkten und unter dem fortschreitenden Abbau von Lagerbeständen durch Kunden. Der Umsatz ging hier um 10 Prozent zurück. Allerdings zeichnete sich im Verlauf des zweiten Quartals eine leichte Erholung ab.

Neben dem verhaltenen Umsatzwachstum belasteten hohe Rohstoffkosten sowie Restrukturierungs- und Integrationsaufwendungen die Ertragslage.

Im Berichtszeitraum wurde ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 118,6 Millionen Euro erzielt. Dies entsprach einer EBITDA-Marge von 17,3 Prozent nach 21,1 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Der um Sondereffekte bereinigte Periodenüberschuss belief sich im ersten Halbjahr auf 61,9 Millionen Euro (Vorjahr 69,7 Millionen Euro). Entsprechend sank das bereinigte Ergebnis je Aktie von 0,59 Euro auf 0,52 Euro. Im zweiten Quartal lag der Wert mit 0,28 Euro auf dem Niveau des Vorjahresquartals (0,29 Euro).

Durch die Platzierung eines Schuldscheindarlehens über 75 Millionen Euro hat Symrise die Fälligkeitsstruktur seiner Verbindlichkeiten frühzeitig verbessert. Mit einer Eigenkapitalquote von 33,5 Prozent ist das Unternehmen per Ende Juni finanziell sehr solide aufgestellt.

Die Großkunden bleiben Wachstumstreiber, der Umsatz mit den zehn größten Kunden legte im Segment Scent & Care um 5 Prozent zu, im Segment Flavor & Nutrition um 3,1 Prozent. Damit erwirtschaftet Symrise mittlerweile 29 Prozent des Konzernumsatzes mit dieser Kundengruppe.

Scent & Care gewann im ersten Halbjahr eine bedeutende Core List-Position hinzu, beide Divisionen verbuchten darüber hinaus attraktive neue Projekte. „Dies stimmt uns zuversichtlich für die zweite Jahreshälfte 2009“, sagte CEO Heinz-Jürgen Bertram.

Scent & Care hielt den Umsatz im ersten Halbjahr mit 343,6 Millionen Euro stabil. Ein wesentlicher Umsatztreiber war der Bereich Life Essentials, während die Nachfrage in den Luxussegmenten Personal Care und Fine Fragrances weiterhin verhalten blieb.

Ein Standort in Spanien wurde geschlossen und die Schließung eines weiteren Werkes in der Schweiz eingeleitet, um die gesamte Produktion für die Region EAME in Holzminden zu bündeln.

Der Geschäftsbereich Flavor & Nutrition steigerte den Umsatz um 3 Prozent auf 341,5 Millionen Euro. Hier wurde durch die Gründung eines neuen Kompetenzzentrums Health & Nutrition die Innovationsplattform ausgebaut.

Die Restrukturierungsaufwendungen konzentrierten sich auf die strukturelle Optimierung der Produktionsstrukturen, unter anderem durch die Schließung eines Standortes in Westeuropa, sowie auf die Verbesserung von Geschäftsprozessen.

„Wir bestätigen unsere Erwartungen für das Gesamtjahr 2009″, sagte Heinz-Jürgen Bertram. „Unsere Kunden bauen weiter Lagerbestände ab, und die Kosten wichtiger Rohstoffe verharren auf hohem Niveau. Wir erwarten dennoch nach wie vor, dass die Umsatzentwicklung von Symrise besser ausfallen wird als die Marktentwicklung. Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass wir auch in 2009 einen starken Cashflow generieren werden.“