Supersolisten für Händel

Text von: redaktion

In einem bundesweiten Casting der Landesmusikräte Niedersachsen und Sachsen-Anhalt konnten sich sechs junge Sängerinnen und Sänger aus den Musikhochschulen Würzburg, Hannover und Hamburg gegen die große Konkurrenz durchsetzen und erhalten damit Solistenpartien.

Anna Nesyba und Hanna Zumsande (beide Sopran), Christian Rohrbach (Altus), Martin Platz (Tenor) sowie Artem Nesterenko und Sim Kihwan (beide Bass) erhalten Solistenpartien in den Aufführungen des Oratoriums „Israel in Egypt“ bei den Händel-Festspielen in Göttingen am 1. Mai und Halle an der Saale am 7. Juni 2009.

Die beiden Dirigenten Jörg Straube (Hannover) und Wolfgang Kupke (Halle) freuten sich mit Axel Köhler über die hohe Qualität der einzelnen Teilnehmer. „Die Entscheidung für die jungen Solisten ist uns auf Grund der starken Leistungen vieler Wettbewerbsteilnehmer nicht leicht gefallen. Wir sind uns aber sicher, mit der Auswahl sowohl herausragende junge Händelsolisten, als auch ein hervorragendes Ensemble gefunden zu haben, das auch zu den jungen Chören passen wird“.

Das Oratorium „Israel in Egypt“ gehört zu den bewegendsten Oratorien Händels und zählt zu den beliebtesten Werken Händels. Als Orchester konnte das preisgekrönte Ensemble Musica Alta Ripa gewonnen werden.

Initiiert wurde die Kooperation von den beiden traditionsreichen Händel-Festspielen in Göttingen und Halle. „Wir möchten mit dieser Kooperation zwischen den beiden Händelstätten ein besonderes Zeichen setzen“, so Benedikt Poensgen (Intendant in Göttingen) und Hanna John (Händel-Leiterin in Halle), „und mit diesem Projekt zudem den musikalischen Nachwuchs der beiden Bundesländer zusammenführen. Händel wäre sicherlich von diesem Projekt begeistert gewesen!“

Im Jahr des 250. Todestages des großen Komponisten Georg Friedrich Händel finden die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen vom 22. Mai bis 3. Juni 2009 statt. Das 89. Festival stellt unter dem Motto „Händel – Faszination & Inspiration“ den Einfluss seines Namensgebers auf Komponisten des 19. Jahrhunderts in den Mittelpunkt.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei zwei weiteren Jubilaren 2009: Haydn und Mendelssohn Bartholdy. Zu den Höhepunkten zählt die Festspiel-Oper „Admeto“ in der Inszenierung von Doris Dörrie und mit dem Festspiel-Orchester Göttingen unter dem Dirigat des Künstlerischen Leiters Nicholas McGegan.

Besonderes Augenmerk gebührt auch der Welt-Erstaufführung des „Dettinger Te Deum“ in der Bearbeitung von Mendelssohn Bartholdy. Die Oratorien „Alexander’s Feast“ und „Israel in Egypt“ sowie eine Vielzahl facettenreicher Rahmenveranstaltungen runden die traditionsreiche und weltweit renommierte Göttinger Beschäftigung mit Händel im Ehrenjahr des Komponisten ab.

Karten für die Aufführungen in Göttingen und Halle sind bei allen Vorverkaufsstellen erhältlich oder online.