Südniedersachsen als Festspiel-Region?

© Händel-Festspiele Göttingen
Text von: redaktion

Gemeinsam mit dem Landschaftsverband Südniedersachsen haben die kulturellen Veranstalter Kloster Walkenried, Bad Gandersheimer Domfestspiele und Internationale Händel-Festspiele in Göttingen eine neue Internetseite erstellt, die die Homepages der Anbieter verknüpft. Weitere Kooperationen sind fest geplant.

Für Kulturfreunde nichts Neues: Sie wissen natürlich von den Konzerten im Kreuzgang des Klosters Walkenried, den Theateraufführungen vor dem Dom von Bad Gandersheim und den Internationalen Händel-Festspielen in Göttingen.

Aber wer hat schon alle drei Festivals besucht? Hier liegen noch ungenutzte Möglichkeiten, meinen die drei Veranstalter und der Landschaftsverband Südniedersachsen.

Der kommunale Verband für regionale Kulturförderung unterstützt die Veranstalter nicht nur mit Zuschüssen, sondern regte auch diese Zusammenarbeit an.

Bei jedem der drei Festspiele wird nun für die beiden anderen geworben. Die Mitglieder der jeweiligen Trägervereine bekommen bei den Partnern ermäßigten Eintritt. Über die Verteiler der einzelnen Veranstalter werden nun auch Informationen der anderen verschickt.

Die Internetseite www.festspielsommer-suedniedersachsen.de verknüpft die Homepages der Anbieter. Und schließlich werden auch Koproduktionen geplant, ein Konzert der Händel-Festspiele soll zum Beispiel in Walkenried stattfinden.

Das klingt zunächst nicht sehr spektakulär. „Man sollte das nicht unterschätzen“, sagte hierzu Christian Doll, der Intendant der Domfestspiele, „für das Marketing bringt das echte Vorteile. Wir erreichen mit geringem Zusatzaufwand neue Zielgruppen.“

Und der Göttinger Landrat Bernhard Reuter, der sowohl dem Aufsichtsrat der Händel-Festspiele wie dem Vorstand des Landschaftsverbandes angehört, meint: „In der Kultur funktioniert die kreisübergreifende Zusammenarbeit schon bestens. In der Politik ist das leider etwas mühsamer.“

Klaus Liebing, stellvertretender Landrat in Osterode, sieht für die Zukunft noch Entwicklungspotenzial: „Wenn sich diese Zusammenarbeit bewährt, ist da noch mehr drin. Südniedersachsen ist eine Kulturregion!“