Stratmann schließt Privatisierung der UMG aus

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Text von: redaktion

Der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur stellte sich in der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) den Fragen der Personalratsmitglieder zur wirtschaftlichen Situation der UMG, Studienbeiträgen, Medizinerausbildung und Ausgründungen.

Am Donnerstag, den 25. März 2010, besuchte der Lutz Stratmann die Personalvertretung der UMG auf Einladung der Vorsitzenden des Personalrates, Heidemarie Hille.

Der Wissenschaftsminister würdigte und lobte ausdrücklich die Leistung aller Beschäftigten der UMG an der erfolgreichen Umsetzung des Konsolidierungskurses. Die Universitätsmedizin Göttingen sei in den zurückliegenden zwei Jahren gut vorangekommen.

Stratmann machte angesichts der guten wirtschaftlichen Ergebnisse der UMG nochmals deutlich, dass die Landesregierung eine Privatisierung der Universitätsmedizin Göttingen ausschließen könne.

Bei der Rückzahlung des Verlustvortrages von 52 Millionen Euro sieht Stratmann auch die Leitungsebenen der UMG in der Pflicht. Die Bewältigung der weiteren Konsolidierungsleistungen an der UMG sollten von allen getragen werden, hier seien insbesondere auch die Führungskräfte gefordert.

Die Studienbeiträge in Niedersachsen hält Stratmann weiterhin für sinnvoll. Aus den insgesamt niedersachsenweit eingenommenen 100 Millionen Euro an Studiengebühren seien 12.000 Stellen ausschließlich im Bereich von Studium und Lehre an den niedersächsischen Hochschulen eingerichtet worden. Dies komme den Studierenden direkt zugute.

Diskutiert wurde auch der hohe Anteil an befristeten Arbeitsverträgen unter den Beschäftigtenverhältnissen. Stratmann räumte ein, dass grundsätzlich auch für Fachkräfte die Perspektive solider Beschäftigungsverhältnisse angestrebt werden sollte.

Personalratsvorsitzende Heidemarie Hille begrüßte den Besuch des Wissenschaftsministers: „Als Vorsitzende des Personalrates freue ich mich besonders über die offene und sachliche Diskussion. Ich denke, es war ein gutes Ergebnis, dass sich Minister Stratmann gegenüber unseren Fragen und Anliegen offen gezeigt hat und wir als Personalrat aus erster Hand Meinungen und Positionen erfahren konnten.“