Stratmann eröffnet Studentisches Trainingszentrum

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Text von: redaktion

Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, eröffnete am 22.Oktober zum Start des Wintersemesters 2009/2010 STÄPS - das neue Studentische Trainingszentrum für Ärztliche Praxis und Simulation an der Universitätsmedizin Göttingen.

STÄPS zählt zu den innovativsten und größten Lehreinrichtungen für Medizin in Deutschland. 2,1 Millionen Euro aus Studienbeiträgen wurden in den Umbau und die Ausstattung des Zentrums investiert.

Bei der Eröffnung sagte Wissenschaftsminister Lutz Stratmann: „Die Universitätsmedizin Göttingen setzt mit dem Trainingszentrum bundesweit Maßstäbe für die Praxisausbildung angehender Ärzte. Dort werden sie auf den Arztberuf und den richtigen Umgang mit den Patienten realitätsnah vorbereitet. Das ,STÄPS‘ ist außerdem ein gelungenes Beispiel, wie Studienbeiträge sinnvoll eingesetzt werden können.“

Im Rahmen der feierlichen Eröffnung übergab der Minister dem Medizinstudenten im Praktischen Jahr Christopher Spering die Urkunde des ihm zuerkannten Niedersächsischen Wissenschaftspreises 2009 als ‚herausragendem Studenten‘ für seine Leistungen als Initiator von STÄPS.

„Für das STÄPS gibt es Vorbilder an den verschiedenen Reformuniversitäten weltweit“, sagt Christopher Spering. „Ich habe mir ein Reihe solcher ‚Skills-Labs‘ angeschaut. Von deren Erfahrungen konnten wir lernen und das optimale Konzept für Göttingen entwickeln.“

STÄPS zählt mit einer Grundfläche von 1.600 Quadratmetern zu den größten und modernsten studentischen Trainingszentren überhaupt.

„Mit der neuen Art der Ausbildung im STÄPS trainieren wir die Fertigkeiten zur Arzt-Patienten-Interaktion. Wir wollen die Studierenden auf eine möglichst angstfreie Arbeitsbeziehung zwischen Arzt und Patient vorbereiten. Dabei simulieren wir auch den Umgang mit schwierigen Gesprächssituationen und vermitteln Techniken der Gesprächsführung“, sagt Anne Simmenroth-Nayda, Ärztliche Leitung des STÄPS und Oberärztin in der Abteilung Allgemeinmedizin.

Für die technische Ausstattung der Räume konnten auch erste Sponsoren gewonnen werden. So stellt SIEMENS medizintechnische Geräte zur Verfügung.

„Heutzutage setzen wir als universitäre Einrichtung auch auf das Engagement der Wirtschaft, um Top-Angebote in der Lehre machen zu können“, sagt Dekan Cornelius Frömmel. „Das STÄPS ist wie kaum ein anderer Ort geeignet, Investitionen in die Zukunft zu tätigen. Wer als Firma hier mitmacht, unterstützt ärztliche Ausbildung auf modernstem Niveau“, so Frömmel.