Störy Revival-Kleinwagentreffen

©Florian Everding und Marcus Yannikakis
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Trotz wechselhaften Wetters ist das 1. Störy Revival-Kleinwagentreffen in der Oldtimer-Stadt Einbeck am Wochenende mit einem überaus positiven Resümee der Veranstalter und Teilnehmer zu Ende gegangen.

Über 150 Kleinwagenfans aus aller Welt waren mit fast 100 Fahrzeugen nach Einbeck gekommen, um die vor 15 Jahre beendete Tradition der legendären Kleinwagentreffen in Störy bei Hildesheim am neuen Ort wieder aufleben zu lassen. Mit gutem Grund: Denn auch die Störy-Sammlung, die noch bis vor kurzem weitgehend in den verschlossenen Hallen des Kleinwagenmuseums in Störy den Augen der Öffentlichkeit entzogen lagerte, ist ab sofort wieder im PS.Speicher in der Sonderausstellung ‚Klein aber mein‘ sowie an einzelnen Besuchertagen im PS.Depot Kleinwagen zu sehen.

Bereits zur Wochenmitte hatten sich die ersten Camper und Wohnmobilisten ihren Platz rund um den PS.Speicher gesichert – traditionell war das Treffen Kleinwagen-begeisterter Oldtimerfans früher in Störy herzlich, familiär und bodenständig, und das sollte sich auch in Einbeck fortsetzen. Fast 100 Klein- und Kleinstfahrzeuge waren am Ende für das dreitägige Ereignis gemeldet, Teilnehmer kamen unter anderem aus Japan, England, Belgien, den USA und den Niederlanden.

Den Anfang machte am Freitagabend die Eröffnungsfeier der neuen Sonderausstellung ‚Klein aber mein‘. Rund 400 Gäste erlebten zunächst PS.Speicher-Motor Karl-Heinz Rehkopf, der zusammen mit Otto Künnecke, dem Gründer des Kleinwagenmuseums Störy, stilecht in einem Messerschmitt Kabinenroller vor die Bühne des PS.Forums rollte. In der anschließenden Talkrunde, moderiert von Kurator Andy Schwietzer, erfuhren die Eröffnungsgäste viel über die wechselvolle Geschichte des Museums in Störy.

Am Samstag wartete auf die Teilnehmer des Störy Revival-Kleinwagentreffens das zweite Highlight: die erstmalige Öffnung des neuen PS.Depot Kleinwagen am Altendorfer Tor. Stiftungsvorstand Holger Eilers begrüßte die zahlreichen Eröffnungsgäste vor dem Depot-Tor. Der Bundestagsabgeordnete Carsten Müller, Vorsitzender des parlamentarischen Arbeitskreises Automobiles Kulturgut, würdigte den Verdienst von Rehkopf um den Erhalt dieser bedeutenden Sammlung. Ehrenamtliche Mitarbeiter gaben abschließend einen Einblick in ihre Arbeit und forderten alle an einer Mitarbeit Interessierten auf, sich bei ihnen zu melden.

Auch kleine Autos machen gerne große Ausflüge und so fuhren die Teilnehmer des Treffens im Anschluss nach Alfeld zum dortigen Fagus-Werk, das auch besichtigt wurde. Vor der malerischen Kulisse des Weltkulturerbe-Baus reihten sich Isettas, Kleinschnittger und zahllose andere Marken wie an einer Perlenschnur auf. Bei einem gemütlichen Fahrerabend klangen die ersten Einbecker Kleinwagentage aus. Die Teilnehmer zeigten sich durchweg begeistert von dem abwechslungsreichen Programm und der herzlichen Atmosphäre während des Treffens.