Steuern sparen

Text von: redaktion

Das Bürgerentlastungsgesetz sorgt für mehr Liquidität. Die Steuerentlastungen können leicht mehr als 1.000 Euro betragen.

Dank des Bürgerentlastungsgesetzes können Steuerzahler ab kommendem Jahr ihre Beiträge zur Krankenversicherung in voller Höhe von der Steuer absetzen.

Bei gesetzlich wie privat Versicherten erkennt das Finanzamt dann die Kosten für eine Grundabsicherung in der Krankenversicherung und die Pflegepflichtversicherung komplett an. Dies gilt auch für die Beiträge des Ehepartners und der Kinder.

Hintergrund der Neuregelung ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2008, nach dem Aufwendungen für die existenziell notwendige Vorsorge – wie die Krankenversicherung – steuerlich verschont werden müssen. Die Steuerentlastungen richten sich nach Einkommen und Familienstand und können leicht mehr als 1.000 Euro im Jahr betragen.

Wie die Tabelle zeigt, spart ein alleinstehender und gesetzlich krankenversicherter Arbeitnehmer mit 50.000 Euro Bruttojahresverdienst rund 1.200 Euro pro Jahr. Bei privat Versicherten kann die Ersparnis sogar deutlich größer ausfallen.

Die zusätzliche Liquidität steht Steuerzahlern grundsätzlich direkt zur Verfügung: Sie bekommen die Ersparnis ab Januar im Rahmen ihrer monatlichen Lohnabrechnung ausgezahlt.

Da aus Gründen der Steuergerechtigkeit nur Beiträge für Leistungen auf dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung absetzbar sind, werden Privatversicherten jedoch keine Mehrleistungen, wie beispielsweise Einbettzimmer oder Chefarztbehandlung, erstattet. Sie erhalten deshalb von ihrer Versicherung einen Bescheid über den rückerstattungsfähigen Betrag, den sie an ihren Arbeitgeber weiterreichen müssen.

Wer seine Rentenlücke für das Alter schließen möchte, kann dabei gleich doppelt profitieren – beispielsweise in der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Die Beiträge hierfür werden direkt vom Bruttoeinkommen abgeführt, sind also steuer- und sozialabgabenfrei.

Investiert beispielsweise der gesetzlich versicherte Single mit 50.000 Euro Jahreseinkommen seine zusätzliche Liquidität in eine bAV, wächst der Sparbetrag von 99 auf 204 Euro. Die Auszahlung im Alter unterliegt dann der Steuer. Versicherte können ihre Altersvorsorge somit deutlich erhöhen, ohne auf Liquidität verzichten zu müssen.

Abschluss in 2009, weil

  • Steuerliche Förderung für 2009 mitnehmen
    Basisrente: 68 Prozent der gezahlten Beiträge
    Betriebliche Altersversorgung: sofort Berücksichtigung in der Gehaltsabrechnung
    Riester: Zulagen und ggf. Steuervorteile sichern
  • Höhere Ablauf- und Rentenleistung durch „Zinseszinseffekt“
  • bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsabsicherung günstigere Prämien in 2009

Monatliche Ersparnis durch Absetzbarkeit der Krankenversicherungsbeiträge (geschätzte Werte)
Stand Juli 2009

Gesamteinkommen brutto Single, keine Kinder, GKV- versichert Verheiratet, Alleinverdiener, 1 Kind, GKV-versichert* Single, keine Kinder, privat versichert Verheiratet, Alleinverdiener, 1 Kind, privat versichert*
30.000 Euro 42 Euro 21 Euro
50.000 Euro 99 Euro 31 Euro 31 Euro 120 Euro
70.000 Euro 102 Euro 30 Euro 27 Euro 131 Euro
100.000 Euro 102 Euro 42 Euro 27 Euro 162 Euro

* Verheiratet erst ab 50.000 Euro gerechnet

Autor: Martin Kurzyk, Financial Consultant beim Finanz- und Vermögensberater MLP in Göttingen.