Steter Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt

Text von: redaktion

Weniger Arbeitslose, mehr Stellenangebote, sinkende Kurzarbeiterzahlen und eine steigende Zahl sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse: Das sind die guten Nachrichten, die die Agentur für Arbeit Göttingen mit Blick auf den Monat April bekannt gab.

Erneut sank die Arbeitslosenzahl im Agenturbezirk Göttingen saison- und konjunkturbedingt sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Im April waren 17.616 Menschen arbeitslos, das waren 1.777 bzw. 9,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat und 418 bzw. 2,3 Prozent weniger als im März.

Der gesunkenen Zahl an Arbeitslosen steht eine gestiegene Nachfrage an Arbeitskräften im Agenturbezirk gegenüber. Insgesamt war das Angebot für Arbeitsuchende mit 2.087 Stellen deutlich größer als vor einem Jahr. Damals standen 342 bzw. 19,6 Prozent weniger Stellen zur Verfügung.

Bedarf an Arbeitnehmern, insbesondere auch an Fachkräften, meldeten alle Wirtschaftszweige.

Die sinkende Zahl der Arbeitslosen korrespondiert mit der steigenden Zahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter. Während sich jedoch auf der Seite der Arbeitsuchenden die Situation am Arbeitsmarkt etwas entspannt hat, rückt mit dem zunehmenden Fachkräftebedarf eine andere Herausforderung immer stärker in den Fokus.

Klaus-Dieter Gläser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Göttingen, äußerte: „Schon heute haben Unternehmen in der Region vereinzelt Schwierigkeiten, ihre Stellen zeitnah zu besetzen. Insbesondere qualifizierte Fachkräfte sind gefragt. Natürlich sind hier die Unternehmen gefordert, insbesondere durch Ausbildung den Nachwuchs zu sichern. Die Betriebe haben in diesem Jahr auch deutlich mehr Ausbildungsstellen gemeldet und sind zunehmend auch bereit, schwächeren Bewerbern eine Chance zu geben. Aber gemeinsam werden wir auch weitere Potenziale erschließen müssen.“

Das Thema Qualifizierung von Arbeitslosen sei nach wie vor ein Dauerbrenner

Knapp 40 Prozent der Arbeitslosen in Südniedersachsen gelten als ungelernt, haben also keine Berufsausbildung abgeschlossen. Gemessen an ihrem Anteil an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist für sie das Risiko der Arbeitslosigkeit besonders hoch.

Mit einer beruflichen Qualifizierung, insbesondere einer Umschulung, könnten die Chancen dieser Gruppe deutlich verbessert werden. Allerdings schreckten nicht selten grundsätzlich geeignete Arbeitsuchende aus unterschiedlichen Gründen vor diesem Schritt zurück, so der Agenturchef.

Entwicklung in den Landkreisen

In den drei zum Agenturbezirk Göttingen zählenden Landkreisen sank die Arbeitslosigkeit sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch zum Vorjahresmonat.

  • Die Arbeitslosenquote betrug im Landkreis Göttingen 7,5 Prozent. Im April 2011 waren 9.403 Menschen arbeitslos, das waren 2,6 Prozent weniger als im März und 8,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
  • Die Arbeitslosenquote betrug im Landkreis Northeim 7,3 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen ging im Vergleich zum April 2010 um 9,2 Prozent zurück auf 5.139 und im Vergleich zum Vormonat um 2,9 Prozent.
  • Die Arbeitslosenquote betrug im Landkreis Osterode 10,2 Prozent. Um 9,3 Prozent bzw. 401 sank die Zahl der Arbeitslosen auf aktuell 3.902. Gegenüber dem Vormonat entspricht das einem Rückgang von 0,7 Prozent.