Sternenlichter

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Text von: redaktion

Für den Bau des geplanten Kinder- und Jugendhospizes Sternenlichter wurde eine entscheidende Weiche gestellt: Als Partner für die ambulante stationäre Einrichtung, die von der DRK-Schwesternschaft Georgia-Augusta e.V. betrieben werden soll, hat die Sparkasse Göttingen über eine Tochtergesellschaft ein Baugrundstück im Altdorf von Grone erworben.

Auf ca. 1600 Quadratmetern soll hier ein Zentrum für lebensverkürzt erkrankte Kinder und ihre Familien entstehen – ganz unter dem Motto ‚Lebensbegleitung statt Sterbebegleitung‘.

„Mit dem Erwerb des Grundstücks ist ein nächster wichtiger Schritt zur Realisierung des geplanten Kinder- und Jugendhospizes erfolgt“, freuen sich Rechtsanwalt Karl-Heinz Mügge, 1. Vorsitzender des Fördervereins für das geplante Kinder- und Jugendhospiz Sternenlichter und Nicole Zimmer, Oberin der DRK-Schwesternschaft Georgia-Augusta e.V. und 2. Vorsitzende des Fördervereins. Durch den Ankauf in Kooperation mit der Sparkasse Göttingen sei der Weg für die weiteren Planungen geebnet. Der Bau des Kinder- und Jugendhospizes, das unter der Schirmherrschaft von Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler steht, soll noch in diesem Jahr starten – „sobald alle Formalitäten unter Dach und Fach sind“, so Zimmer.

In ganz Deutschland gibt es nur ca. 130 Kinderhospizbetten – aber etwa 30.000 schwerstkranke Kinder. In Niedersachsen gibt es derzeit nur zwei ambulante stationäre Kinderhospize. Ein entsprechend hoher Bedarf besteht für die Region Südniedersachsen. „Unsere gemeinsame Vision ist es, einen zentral mitten in Deutschland gelegenen Ankerpunkt für betroffene Familien in der gesamten Region zu schaffen“, erklärt Oberin Zimmer. Das schön gelegene Grundstück in Grone, umgeben von Gärten, Wiesen und Reiterhöfen, sei für dieses Vorhaben ideal: „Uns ist es wichtig, dass die schwerstkranken Kinder und ihre Familien in einer geschützten Umgebung zur Ruhe kommen können. Gleichzeitig ist die Erreichbarkeit der Innenstadt und der angrenzenden Stadtteile durch die Stadtbusanbindung gewährleistet“.

Das derzeitige Konzept der Einrichtung sieht zwölf Plätze für Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 27 Jahren mit ihren Familien in einem Einzugsgebiet von 150 Kilometern vor. Über eine Sterbebegleitung hinaus soll vor Ort eine ganzheitliche Lebensbegleitung gewährleistet sein: Therapien in jeglicher Form sowie psychologische Betreuung der Angehörigen auch über den Tod der Kinder hinaus.

Die Finanzierung des Kinder- und Jugendhospizes Sternenlichter erfolgt nicht zu 100 Prozent über die Krankenkassen. Fehlende Gelder müssen durch Spenden akquiriert werden. Die DRK-Schwesternschaft und der Förderverein freuen sich über jede finanzielle Unterstützung.