Stefan Treue ist Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger

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Text von: redaktion

Der Göttinger Biologe Stefan Treue erhält den bedeutendsten deutschen Forschungspreis für seine Arbeiten auf dem Gebiet der neurobiologischen Aufmerksamkeitsforschung.

Derr 55-Jährige ist Direktor des Deutschen Primatenzentrums (DPZ) – Leibniz-Institut für Primatenforschung und dort Leiter der Abteilung „Kognitive Neurowissenschaften“.

Gleichzeitig hat er eine Brückenprofessur an der Biologischen Fakultät der Universität Göttingen inne und ist Mitglied des Bernstein-Netzwerks Computational Neuroscience.

Das Preisgeld von bis zu 2,5 Millionen Euro ist zur Förderung zukünftiger Forschungsarbeiten vorgesehen. Der Förderpreis im Gottfried Wilhelm Leibniz-Programm der DFG wird am 15. März 2010 in Berlin verliehen.

Bei den Arbeiten von Treue und seinem Team handelt es sich in erster Linie um Grundlagenforschung mit Bezügen zur Neurologie, Psychologie und Psychiatrie.

Darüber hinaus aber haben seine Befunde auch klinische Relevanz für die Therapieentwicklung zur Behandlung psychisch und physisch bedingter Aufmerksamkeitsstörungen.

„Die Ergebnisse seiner Arbeiten haben richtungsweisenden Einfluss auf viele Disziplinen der Hirnforschung“, so die DFG in ihrer Würdigung.

Und Treue betont: „Göttingen bietet mit der Exzellenz-Universität, dem Bernstein-Netzwerk Computational Neuroscience und den Max-Planck-Instituten ein wissenschaftsstarkes Umfeld, das seinesgleichen sucht. Insofern ist der Preis auch eine Auszeichnung für den Forschungsstandort Göttingen, der Stadt, die Wissen schafft.“