Startschuss am Helvesanger 10

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Text von: redaktion

Die Abrissarbeiten, die für den Bau des geplanten Kinder- und Jugendhospizes Sternenlichter im Göttinger Ortsteil Grone nötig sind, haben begonnen. In den nächsten Wochen werden alle erforderlichen Maßnahmen getroffen, um die Voraussetzungen für den Neubau der Einrichtung zu schaffen.

„Wir freuen uns sehr, dass durch den Abriss der alten Gebäude eine wichtige Weiche für den Neubau der stationären Einrichtung für lebensverkürzt erkrankte Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien gestellt wird“, so Nicole Zimmer, Oberin der DRK-Schwesternschaft Georgia-Augusta e.V. und zweite Vorsitzende des Fördervereins für das Kinder- und Jugendhospiz Sternenlichter. Die Göttinger DRK-Schwesternschaft arbeitet mit der engagierten Unterstützung eines Fördervereins an der Umsetzung des stationären Kinder- und Jugendhospizes Sternenlichter. „Unsere gemeinsame Vision ist es, mit dem Kinder- und Jugendhospiz Sternenlichter einen zentral mitten in Deutschland gelegenen Ankerpunkt für betroffene Familien in der gesamten Region zu schaffen. Durch die Abrissarbeiten kommen wir unserem Vorhaben wieder einen großen Schritt näher“, so Zimmer.

Die Sparkasse Göttingen hatte im vergangenen Jahr über ihre Tochtergesellschaft, die Casa Gutingi GmbH & Co. KG, das Grundstück für das Kinder- und Jugendhospiz Sternenlichter erworben. Rainer Hald, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, freut sich, dass nun die Bagger anrollen: „In dieses Projekt investieren viele Menschen aus der Region ihr Herzblut, denn im Mittelpunkt steht für alle das Ziel, schwerstkranken Kindern und Jugendlichen ein wenig erholsame Zeit und persönliche Zuwendung zu schenken. Darum freue ich mich über jeden weiteren Schritt, den wir gemeinsam nach vorne machen – und der Abriss der alten Gebäude sowie der bevorstehende Baubeginn sind wichtige Meilensteine. Man erkennt: Es tut sich was, das große Engagement, das alle Beteiligten in den letzten Jahren und Monaten in dieses Projekt gesteckt haben, wird nun mehr und mehr sichtbar.“

Kinderhospizarbeit bezieht immer die gesamte Familie mit ein. So kann in einem Kinder- und Jugendhospiz nicht nur das schwer kranke Kind/der schwer kranke Jugendliche aufgenommen werden, sondern auch die Eltern (oder andere nahe Bezugspersonen) sowie die Geschwister. Das derzeitige Konzept des Kinder- und Jugendhospizes Sternenlichter sieht zwölf Plätze für Betroffene zwischen 0 und 27 Jahren und ihre Familien vor. Die Familien können bis zu 28 Tage im Jahr ins Kinder- und Jugendhospiz kommen, um sich ein wenig zu erholen und neue Kraft zu sammeln. Voraussetzung ist die Diagnose der lebensverkürzenden Erkrankung des Kindes. Viele Familien kommen somit über Jahre hinweg immer wieder in ein Kinder- und Jugendhospiz, um sich von dem oft psychisch stark fordernden Alltag zu entlasten. Kommt das betroffene Kind/der betroffene Jugendliche in die letzte Lebensphase, ist der Aufenthalt nicht auf 28 Tage beschränkt.

In Niedersachsen werden derzeit nur zwei stationäre Kinder- und Jugendhospize betrieben. „Durch die zentrale Lage mitten in Deutschland und die sehr gute Erreichbarkeit ist der Standort für das Kinder- und Jugendhospiz Sternenlichter ideal“, erläutert Nicole Zimmer. Umso bedauerlicher sei es, dass nicht alle Angebote für die Betroffenen von den Kranken- und Pflegekassen übernommen werden. Das Kinder- und Jugendhospiz Sternenlichter ist auf Spenden angewiesen. Die DRK-Schwesternschaft und der Förderverein freuen sich über jede finanzielle Unterstützung und jedes neue Mitglied im Förderverein.