Start von Frauen in Führung

Text von: redaktion

Anfang 2011 startete das Programm der Volkshochschule Göttingen “Frauen in Führung 2.0“ mit einer Auftaktveranstaltung. 16 weibliche Nachwuchsführungskräfte aus 11 südniedersächsischen Unternehmen treffen auf erfahrene Führungskräfte,

Nachwuchsführungskräfte sowie Mentorinnen und Mentoren aus bekannten Firmen/Organisationen wie z.B. Novelis, Bosch, Mahr, Conti Tech, GWG, ASC und Lünemann nehmen daran bis Juli 2012 teil.

Die Teilnehmerinnen werden in zehn zweitägigen Seminaren und Workshops auf eine erfolgreiche Führungstätigkeit vorbereitet und schließen mit dem Zertifikat „Führungskraft“ (IHK) ab.

Darüber hinaus bietet das innovative Programm den regionalen Unternehmen professionelle Unterstützung an, um ihre Personalpolitik zu optimieren und die Potentiale ihrer Mitarbeiterinnen noch besser zu nutzen.

„Am Anfang war ich unsicher, ob ich meinen Mentor mit banalen Fragen belästigen darf. Aber es war schnell klar, dass jede Frage erlaubt ist!“ so Sandra Busch (Manpower Personaldienstleistungen), die mit ihrem Mentor Markus Schulzke (Coherent GmbH) vorstellte, wie gewinnbringend ihre Zusammenarbeit in dem Projekt der Volkshochschule Göttingen gewesen ist.

Unter dem provokant gemeinten Titel „…die meisten Frauen wollen doch gar nicht!“ erläuterte Gábor Rossmann, mänz + rossmann organisationsentwicklung, aktuelle Forschungsergebnisse:

Auf die Frage: „Haben Sie schon zu Beginn Ihres Berufslebens daran gedacht, später einmal eine Führungsposition zu übernehmen?“ antworten nur 24 Prozent der Frauen mit „Ja, war selbstverständlich“ – bei den Männern sind es 42 Prozent.

Aus weiteren Untersuchungen wird deutlich, dass dies nicht am fehlenden Ehrgeiz liegt, sondern daran, dass die meisten Männer sich überschätzen, während Frauen dazu neigen, ihre Leistung zu schlecht einzuschätzen.

Als anerkannte Methode der Personalentwicklung ist Mentoring besonders erfolgreich.

Das Projekt wird im Rahmen der Bundesinitiative „Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und den Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert.