Starker Stellenzuwachs belebt Arbeitsmarkt

Text von: redaktion

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Agenturbezirk Göttingen im Vergleich zum Vormonat erneut leicht gesunken und lag im Juni bei 18.094. Damit waren im Vergleich zum Mai 1,9 Prozent weniger Menschen arbeitslos.

Der Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Mai ist unauffällig und liegt im Rahmen der üblichen Entwicklung. Erfreulich deutlich fällt jedoch der Vergleich zum Vorjahresmonat aus:

Im Vergleich zum Juni des Krisenjahres 2009 waren im aktuellen Monat 2.687 Menschen bzw. 12,9 Prozent weniger arbeitslos gemeldet.

„Viele Branchen und Firmen blicken wieder optimistischer in die Zukunft, und das äußert sich in zahlreichen Neueinstellungen und offenen Stellenangeboten“, kommentierte Michael Schmidt, Geschäftsführer des operativen Bereiches in der Agentur für Arbeit Göttingen, die Entwicklung auf dem südniedersächsischen Arbeitsmarkt.

Allein im Juni wurden beim Arbeitgeberservice der Agentur 1.079 ungeförderte Stellen gemeldet – eine Zahl, die zuletzt im Juli 2007 erreicht wurde. Mit 1.079 ungeförderten Arbeitsplatzofferten lag das Angebot 90 Stellen bzw. 9,1 Prozent über dem Stellenzugang des Vormonats.

Das Ergebnis vom Juni 2009 wurde sogar um 50,9 Prozent übertroffen. Von den neu gemeldeten ungeförderten Stellen waren 859 sozialversicherungspflichtig.

Mit der positiven Situation auf dem Stellenmarkt fällt ein leichter Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit zusammen. „Nach Beendigung von schulischen und betrieblichen Ausbildungen können wir in den Sommermonaten regelmäßig einen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit beobachten.

Jetzt besteht für Arbeitgeber eine gute Möglichkeit, sich ausgebildete Fachkräfte zu sichern. Für die jungen Menschen ist es wichtig, dass sie die noch fehlende Berufserfahrung zeitnah nach der Ausbildung sammeln können“ appellierte Schmidt an die Betriebe.

Insgesamt sind bei der Agentur für Arbeit derzeit 1.939 ungeförderte Stellen zur Besetzung gemeldet, 1.556 davon sozialversicherungspflichtig.

In allen Geschäftsstellenbezirken und auch Landkreisen ging die Zahl der Arbeitslosen zurück.

Am stärksten fiel der Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat in Uslar aus, wo die Zahl der Arbeitslosen um 25,7 Prozent sank. In Osterode gab es mit 8,3 Prozent den geringsten Rückgang der Arbeitslosenzahl. Die niedrigste Arbeitslosenquote im Agenturbezirk wies Duderstadt mit 6,2 Prozent auf, es folgten Hann. Münden und Northeim mit einer Arbeitslosenquote von je 6,8 Prozent.

Die niedrigste Arbeitslosenquote wies der Landkreis Northeim auf. Hier sank die Arbeitslosenquote von 7,6 auf 7,4 Prozent. Im Landkreis Göttingen waren 9.722 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen, was einer Arbeitslosenquote von 7,7 Prozent entspricht. Der Landkreis Osterode am Harz wies im Juni eine Arbeitslosenquote von 10,4 Prozent auf.

Weiterhin ist die Arbeitsmarktsituation in Südniedersachsen (Agenturbezirk Göttingen) mit einer Arbeitslosenquote von 8,1 Prozent ungünstiger als im Bundesland Niedersachsen mit einer Quote von 7,3 Prozent.