Starke Bindung

© Alciro Theodoro da Silva
Text von: Tobias Kintzel

Mit der fertiggestellten Nordanbindung des Güterverkehrszentrums (GVZ) Göttingen wird der Logistik- und Wirtschaftsstandort Südniedersachsen weiter gestärkt - Ein Jahr und zehn Monate nach dem Baubeginn ist mit der Nordanbindung des Güterverkehrszentrums (GVZ) an die Bundesautobahn 7 eine weitere wichtige Infrastrukturmaßnahme zur Stärkung des Logistikstandortes Südniedersachsen fertiggestellt.

Schon beim Spatenstich im November 2012 hatte der Niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Jörg Bode, die erfolgreiche Entwicklung des im Jahr 2007 in Betrieb genommenen Güterverkehrszentrums betont: „Das GVZ Göttingen hat sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt und dadurch in hohem Maße zur Profilierung der Logistikregion Südniedersachsen beigetragen.“ Ausschlaggebend dafür ist vor allem die Lage an einem wichtigen logistischen Knotenpunkt nationaler und europäischer Verkehrsachsen, die die Möglichkeit eröffnet, internationale Verkehre optimal abzuwickeln. Die GVZ-Nordanbindung sorgt nun für eine weitere Steigerung der logistischen Standortqualitäten der Region. Ursula Haufe, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen mbH (GWG) erläutert: „Das GVZ kann jetzt von der A7 über den Zubringer und das Gewerbegebiet Lutteranger kreuzungsfrei erreicht werden – ohne Kontakt mit dem innerstädtischen Verkehr. So profitieren die Logistikdienstleister von einer deutlichen Zeitersparnis und die Straßen rund um das GVZ, vor allem die Hannoversche Straße, von einer merklichen Entlastung.“

Für die Dienstleister aus den Bereichen Distributionsund Ersatzteillogistik sowie der Zulieferlogistik für den Export auf dem Seeweg bedeutet die verkehrsoptimale Erschließung zur Schiene und zum Autobahnnetz klare zusätzliche Wettbewerbsvorteile. Aber auch die produzierenden – und damit verladenden – Unternehmen der Region profitieren von der GVZ-Nordanbindung: Die verbesserten logistischen Abläufe wirken sich positiv auf ihre Wertschöpfungskette und somit die Wettbewerbsfähigkeit aus. „Wir erwarten eine steigende Nutzung der gebotenen Verlademöglichkeiten und eine Verstärkung der Tendenz, mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern“, ist Ursula Haufe sicher.

Um das Wachstumspotenzial des GVZ tatsächlich zu heben, arbeitet die GWG mit der Deutschen Umschlaggesellschaft Schiene– Straße (DUSS) mbH, die schon zur Inbetriebnahme des Güterverkehrszentrums mit der Modernisierung der Krananlage für eine signifikante Erhöhung der möglichen Umschlagleistung gesorgt hat, an einem Konzept.

„Wir werden die GVZ-Nordanbindung am 9. Oktober offiziell einweihen. Absolut im Zeitplan und voll im geplanten Kostenrahmen. Dafür kann ich mich nur bei allen Beteiligten bedanken“, sagt die GWG-Geschäftsführerin erfreut. Von der Stadt Göttingen beauftragt, war die GWG für die Gesamtabwicklung der rund 7,5 Millionen Euro teuren Infrastrukturmaßnahme verantwortlich. „Die Maßnahme schloss neben dem Bau der Straße auch die Kreisverkehre am Lutteranger und die Rampen an den Autobahnzubringer mit ein“, erläutert Haufe weiter. „Nach der Einweihung legen wir dem Land Niedersachsen noch die Endabrechnung vor, und dann werden wir schließlich die fertiggestellte Maßnahme Ende 2015 an die Stadt Göttingen übergeben.“