Stärkung der Geschlechterforschung

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Text von: redaktion

Das Land Niedersachsen unterstützt die Einrichtung einer neuen Professur im Bereich Geschlechterforschung an der Universität Göttingen.

Das hat das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur auf Empfehlung einer Expertenkommission beschlossen.

Die Mittel stammen aus dem Maria-Goeppert-Mayer-Programm für internationale Genderforschung, mit dem das Land die Geschlechterforschung an den niedersächsischen Hochschulen nachhaltig stärken will.

Die Förderung läuft bis zu vier Jahre lang und umfasst bis zu 70 Prozent der erforderlichen Mittel für die Professur, inklusive der entsprechenden Ausstattung.

Die Universität Göttingen wird die Professur an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät im Fach Politikwissenschaft ansiedeln und zum nächstmöglichen Zeitpunkt besetzen.

„Wir haben an der Universität Göttingen Gleichstellung als strategisches Ziel verankert“, so Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel.

Die Hochschule baut den Bereich Geschlechterforschung im Rahmen ihrer Entwicklungs- und Strukturplanung derzeit weiter aus: Zum laufenden Sommersemester wurde ebenfalls an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät eine Professur mit dem Schwerpunkt „Soziologie der Geschlechterforschung“ besetzt.

Der Bachelorstudiengang Geschlechterforschung ist mit 95 Prozent sehr gut ausgelastet. Zum Wintersemester 2011/2012 beginnt erstmals ein eigenständiger Masterstudiengang Geschlechterforschung.

Insgesamt waren an der Universität Göttingen im vergangenen Wintersemester 229 Studierende im Fach Geschlechterforschung immatrikuliert, Nebenfach-Studierende nicht mitgerechnet.