Stadt Göttingen ist Spitzenreiter bei der Kinderbetreuung

Text von: redaktion

In der Stadt Göttingen wurde Ende 2010 für 42,8 Prozent aller unter Dreijährigen ein Platz in einer Krippe oder in Tagespflege vorgehalten. Das ist nicht nur landesweit, sondern sogar unter den westdeutschen Bundesländern absolute Spitze.

Damit liegt Göttingen vor Städten wie Hannover, Wolfsburg oder Heidelberg, die sich ebenfalls vorbildlich im Bereich der Kinderbetreuung engagieren.

Inzwischen steht für 44,6 Prozent aller Krippenkinder ein Platz zur Verfügung, 2013 soll die Göttinger Versorgungsquote sogar 48,2 Prozent betragen. Knapp 70 Prozent der Betreuungsplätze für Krippenkinder werden – dem Bedarf der Eltern entsprechend – ganztags vorgehalten, weitere 27 Prozent bieten eine Dreivierteltagsbetreuung.

Göttinger Eltern wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf leicht gemacht. In den vergangenen drei Jahren hat Göttingen rund 400 zusätzliche Krippenplätze geschaffen. Schon lange wird damit das bundesweite Ziel, für ein Drittel aller Krippenkinder ein Betreuungsangebot zu schaffen, erfüllt.

Darüber hinaus fördert die Stadt die Weiterentwicklung von Grundschulen zu Ganztagsgrundschulen mit erheblichen kommunalen Mitteln. Seit dem 1. August 2011 bieten insgesamt acht Grundschulen einen Ganztagsbetrieb mit speziellen Nachmittagsangeboten an. Im nächsten Jahr kommen noch drei weitere dazu.

Dieses Angebot lässt sich die Stadt Göttingen auch einiges kosten. Der Aufwand für Kinderbetreuung (Kindertagespflege, Krippe, Kindergarten, Hort) ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Lag er noch 2003 bei jährlich 13,1 Millionen Euro, beträgt er derzeit 22,5 Millionen Euro und wird bis 2013 im Zuge des weiteren Ausbaus an Krippenplätzen und Ganztagsgrundschulen auf 24,3 Millionen Euro pro Jahr ansteigen.