©Luka Gorjup
Text von: Helena Muhm

Sport- und Fitnesskaufleute haben einen abwechslungsreichen Beruf: Neben Verwaltungstätigkeiten, bestimmen Sport und Kundengespräche den Arbeitsalltag.

Fährt man aus Richtung Rosdorf in die Danziger Straße, ist linker Hand der blaue Schriftzug an der Fassade des ASC-Clubhauses zu erkennen. Der Sportverein bietet Jung und Alt ein vielseitiges Programm – von klassischen Sportarten wie Schwimmen, Basketball, Turnen oder Tanzen bis hin zu Gesundheitssportangeboten, die den neuesten medizinischen Anforderungen entsprechen.

Hier, beim ASC Göttingen von 1846 e.V., absolviert Pauline Ahrens nun bereits das zweite Lehrjahr ihrer Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau. Als sie im August vergangenen Jahres anfing, hatte sie gegenüber den anderen Auszubildenden einen entscheidenden Vorteil: Die 21-Jährige hatte bereits ein Jahr zuvor ihren Bundesfreiwilligendienst bei dem Verein verbracht und so alle Arbeitsabläufe kennengelernt. Die Verbindung aus kaufmännischen Inhalten und sportlicher Aktivität, aber auch die lockere Atmosphäre im Team gefielen ihr sehr gut. Das merkte auch ihr Chef, der Pauline schließlich einen Ausbildungsvertrag anbot.

Wenn Pauline morgens zur Arbeit kommt, setzt sie sich erstmal an den Computer und bearbeitet E-Mails. Neben Nachrichten von Kollegen oder Mitgliedern bekommt sie alle Neuigkeiten rund um das Thema ,Jumping Fitness‘. Jeden Donnerstag springt sie mit ihren Kursteilnehmern auf einem Minitrampolin zu Musik. „Wir springen mal zu Electro, mal zu House. Es macht wahnsinnigen Spaß, sich dabei auszupowern. Und nebenbei trainiert man noch seine Muskulatur und den Gleichgewichtssinn“, sagt Pauline und strahlt. Den Kurs darf sie in ihrer Arbeitszeit vorbereiten. Außerdem hat sie jeden Tag eine Schicht am Infopunkt im Eingangsbereich. Hier werden Mitglieder begrüßt und beraten.

Ein gutes Körpergefühl und Freude an Bewegung hatte die Auszubildende schon immmer. Deshalb wundert es nicht, dass Sport auch privat eine große Rolle spielt. In ihrer Freizeit spielt sie Volleyball beim ASC und gibt ihre Erfahrung und ihr Wissen an Jugendliche weiter. Im Winter ist Hauptsaison, das heißt zwei- bis dreimal die Woche trainieren und am Wochenende ein Spiel. In den Sommermonaten genießt Pauline die Zeit mit ihren Freunden im Freibad beim Beachvolleyball. Sie schätzt es aber auch sehr, sich nach Feierabend mit ihren Mitbewohnerinnen auszutauschen und auch mal einen gemütlichen WG-Abend zu machen.

Pauline, die eigentlich aus einem kleinen Dorf zwischen Hamburg und Bremen stammt und dort bis zu ihrem Abi auch zur Schule ging, fühlt sich in Göttingen heute sehr wohl: „Ich bin angekommen“, sagt sie zufrieden.

Nach ihrer Ausbildung möchte Pauline gern noch studieren. Dabei kann es sowohl in die sportliche als auch in die kaufmännische Richtung gehen. In jedem Fall aber, würde sie dann nebenbei gern weiter für den ASC arbeiten.

Welche Berufe kann man mit dieser Ausbildung ausüben?

Nach deinem Abschluss koordinierst du die Abläufe eines Unternehmens der Sport- und Fitnessbranche, zum Beispiel im Einzelhandel, in Fitnessstudios, Sportvereinen oder bei Betreibern von Sportanlagen wie Golfplätzen oder Fußballstadien. Teilweise arbeitest du im Freien oder in Sporthallen, meistens erledigst du deine Aufgaben allerdings in Büro- und Verkaufsräumen.

Welche Eigenschaften solltest du mitbringen?

• Kontaktfreudigkeit
• körperliche Fitness
• Selbstbewusstsein
• Konzentration
• Begeisterung

Ausbildungsgehalt
1. Lehrjahr: 600 Euro
2. Lehrjahr: 650 Euro
3. Lehrjahr: 700 Euro
Einstiegsgehalt: 1.400–2.000 Euro (brutto)