Spezialisierungsoffensive für Ingenieure

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Text von: redaktion

Die Airbus Deutschland GmbH und die Private Fachhochschule Göttingen (PFH) gehen neue Wege. Gemeinsam mit dem Luftfahrtunternehmen als neuem Mitglied im Kuratorium engagiert sich die Privathochschule für die Ausbildung dringend benötigter Ingenieure am Standort Deutschland.

Gemeinsam mit der Airbus Deutschland GmbH engagiert sich die Private Fachhochschule Göttingen (PFH) für die Ausbildung dringend benötigter Ingenieure am Standort Deutschland. Im Oktober wird die PFH Göttingen an dem neuen Studienstandort in Stade, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Airbuswerk und dem Kompetenznetzwerk CFK-Valley e.V., die bundesweit einmaligen Ingenieurstudiengänge „Bachelor of Engineering (CFK)“ und „Master of Science (CFK)“ anbieten. Die Absolventen werden gefragte Spezialisten für den Faserverbundstoff CFK sein, der unter anderem in der Luftfahrtbranche als Technologie der Zukunft gilt und hervorragende Karrierechancen bietet. Mit dem Engagement von Airbus im Kuratorium wird der nachhaltige Ausbau der 2005 gegründeten Fakultät „Technologie und Innovation“ an der PFH verbunden.

„Wir müssen in Deutschland noch mehr Initiative ergreifen und etwas für den ingenieurwissenschaftlichen Führungsnachwuchs tun. Für uns bedeutet dies, gemeinsam mit unseren Unternehmenspartnern junge Menschen für ein Premiumstudium zu interessieren, sie zu fordern und individuell zu fördern. Leistungsbereitschaft, der Mut zu Innovation und der Glaube an die Karrierechancen in Zukunftstechnologien müssen als Werte wiederbelebt werden“, weist Hochschulpräsident Prof. Dr. Bernt R. A. Sierke auf bisherige Defizite hin.

Bislang sind ingenieurwissenschaftliche Studiengänge an Privathochschulen die Ausnahme. Die exzellenten Platzierungen der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in verschiedenen Hochschulrankings haben der PFH Göttingen nun den Weg geebnet, um das Konzept karriereorientierter, innovativer und effizienter Studienstrukturen auch auf Technologie-Studiengänge übertragen zu können. „Das Erfolgsmodell, das wir im betriebswirtschaftlichen Bereich bereits seit zehn Jahren umsetzen, hat dazu geführt, dass wir auch in Schlüsseltechnologien als attraktiver Partner für Unternehmen, Verbände und Ministerien im Gespräch sind“, erläutert Hochschulpräsident Sierke. Airbus Deutschland ist nun bereits das vierte Unternehmen, das sich mit einer Stiftungsprofessur an der PFH Göttingen engagiert. Die Professuren der TUI AG (Tourism and Travel Management, seit 1999), Deutsche Telekom AG (IT-Business-Account-Management, seit 2001), und die Otto Bock HealthCare GmbH (Entrepreneurship, seit 2004) gelten als Erfolgsmodelle, von denen nicht nur die Studierenden durch spezifische Lehrinhalte profitieren. Weitere Technologieunternehmen, -verbände und -institutionen, mit denen die Hochschule kooperiert sind z. B. ECAS – European Center of adaptive Systems, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt oder, speziell für den neuen Studienstandort in Stade, das Kompetenznetzwerk CFK-Valley e. V.