Spezial-Sprechstunde für Dialyse-Patienten

© Wolfgang Rink
Text von: redaktion

Das Nephrologische Zentrum Göttingen/Bovenden bietet ab sofort in neuen Räumen eine Spezial-Sprechstunde für Bauchfelldialyse-Patienten an.

„Zukünftig ist mit immer mehr nierenkranken Patienten zu rechnen. Hauptursachen sind die Volkskrankheiten Typ-2-Diabetes („Alters-Zucker“) und Bluthochdruck, bei denen die Anzahl der Betroffenen stark wächst,“ sagt Andy Hamadeh, Nierenspezialist des Nephrologischen Zentrums Göttingen.

Die Bauchfelldialyse (Peritonealdialyse = PD) ermöglicht den Patienten – im Gegensatz zur „Blutwäsche“ (Hämodialyse) – nach einer Schulung selbst die Entgiftung vorzunehmen.

Sie müssen nicht starr und für mehrere Stunden an ein Gerät angeschlossen werden und haben dadurch wesentlich größeren Freiraum und eine bessere Lebensqualität.

Die unterschiedlichen Verfahren können individuell auf die Bedürfnisse des Patienten eingestellt werden und geben ihm im Vergleich zur Hämodialyse deutlich mehr Selbständigkeit, übertragen dem Patienten aber auch größere Eigenverantwortung.

Sie ist bei geeigneten Patienten gegenüber der Hämodialyse absolut gleichwertig, trotzdem wird sie von nur etwa fünf Prozent der Patienten in Deutschland genutzt.

Beim Nephrologischen Zentrum Göttingen/Bovenden erfolgt eine ausführliche Beratung.

Es werden zu Beginn und auch während des Lebens mit der Dialyse ausführliche Trainingseinheiten unter Anleitung von speziell geschultem Pflegepersonal durchgeführt, damit der Patient selbst die Bauchfelldialyse durchführen kann.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen stellen sicher, dass die natürliche Dialysemembran, das Bauchfell, seine Reinigungs- und Entwässerungsfunktion erfüllt, und die Blutdruckeinstellung optimal ist.

Zudem gibt eine 24-stündige fachärztliche und pflegerische Rufbereitschaft den Patienten beim Auftreten von Problemen die nötige Sicherheit.