Spenden für Frauenprojekte

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Text von: redaktion

Der Zonta Club Göttingen, ein Serviceclub berufstätiger Frauen, spendet 4.500 Euro für drei regionale Organisationen, die Frauen in unterschiedlichen Notsituationen unterstützen. Ganz nach dem Zonta-Credo „Frauen für Frauen“ übergab der Club je einen Scheck in Höhe von 1.500 Euro an die Vereine Frauenhaus, Frauen-Notruf und Therapeutische Frauenberatung in Göttingen.

Im Rahmen der Scheckübergabe berichteten Vertreter der Organisationen den anwesenden Zonta-Mitgliedern von ihrer Arbeit.

Der Frauen-Notruf, aufgestellt als Beratungs- und Fachzentrum für Frauen, Jugendliche und Kinder, die von sexueller oder häuslicher Gewalt betroffen sind, schließt mit der Spende vorübergehend eine fast kontinuierlich bestehende Finanzierungslücke: „Oft fehlen uns die Mittel, um unsere finanziell bedürftigen Klientinnen durch Fahrtkosten, die Inanspruchnahme von Dolmetscherdiensten oder auch den Besuch in der Eiswiese oder eines ähnlichen Freizeitangebotes zu unterstützen, um das erlebte Trauma für einen Moment vergessen zu können und zu entspannen“, so Claudia Meise vom Verein. Der Frauen-Notruf bietet außerdem Fortbildungs-, Präventions- und Informationsveranstaltungen zu den vorgenannten Themen. Aktuell hat sich die Organisation dem vom Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe initiierten Projekt „Suse – Sicher und selbstbestimmt“ angeschlossen, einem Beratungs- und Betreuungsangebot für Frauen und Mädchen mit Behinderung.

Das Frauenhaus Göttingen bietet gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern Zuflucht, Beratung und Information. Sara Koch vom Verein übernimmt dankbar den Scheck und kündigt an, die Spende für die Anschaffung von zwei Kinderfahrradanhängern zu nutzen, um einerseits den Transport von Kindern im Rahmen der Kindergruppe zu gewährleisten und andererseits auch Bewohnerinnen deren Nutzung für Erledigungen und Ausflüge anbieten zu können.

Wiebke Landwehr von der Therapeutischen Frauenberatung berichtet von der offenen Sprechstunde des Vereins für Frauen und Mädchen in unterschiedlichsten Krisensituationen. Genutzt wird das niedrigschwellige kostenfreie Angebot sozusagen als Erste Hilfe-Anlaufstelle von Betroffenen, die aktuell unter Essstörungen, Depressionen, Traumatisierungen, Gewalt- und Missbrauchserfahrungen, Überforderungssituationen, psychosomatischen Beschwerden oder Orientierungslosigkeit in Umbruchphasen ihres Lebens leiden. Seit 2004 werden dafür keine öffentlichen Mittel mehr bereitgestellt. Um das zweimal wöchentliche Beratungsangebot aufrecht erhalten zu können, ist der Verein seitdem auf Spenden angewiesen. Für die Sprechstunde werden bestens qualifizierte Frauen aus den Bereichen Coaching, Supervision und Therapie eingesetzt. „Mit der Spende können wir einen Teil der Honorarkosten für unsere Beraterinnen finanzieren“, so Landwehr.

Die gespendeten Gelder wurden von denZonta-Mitgliedern im Rahmen von durchgeführten Benefiz-Aktionen selbst gesammelt und gehen 1:1 an die regionalen Institutionen.