Text von: Redaktion

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Klimawandel: Was Sie jetzt für Ihre Geldanlage wissen müssen

Der Bericht des Weltklimarats IPCC ist eindeutig: Der Klimawandel schreitet schneller voran als gedacht. Die Auswirkungen auf die Erde und die auf ihr lebenden Menschen könnten verheerend sein. Expertinnen und Experten mahnen – der Handlungsbedarf sei dringend und enorm. Doch was bedeutet das zukünftig für Anlegerinnen und Anleger? Und wie können sich Unternehmen in Zukunft sinnvoll aufstellen? Antworten hierauf liefert uns Michael Birlin, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Göttingen.

Herr Birlin, laut des Klimaberichts wird Deutschland den Klimawandel stärker zu spüren bekommen als der Durchschnitt der Erde. Mehr Hitze, mehr Starkregen und ein steigender Meeresspiegel – das alles kommt auf uns zu. Welche Konsequenzen kann das hierzulande für Anlegerinnen und Anleger haben?

Die ökologischen Herausforderungen sind noch nie so dominant gewesen wie heute. Wir gehen von einer weiteren deutlichen Verschärfung des Klimawandels aus. Der Gesetzgeber wird darauf in den nächsten Jahren reagieren müssen, da die Zeit drängt und marktwirtschaftlich die Veränderung hin zu einer CO2-ärmeren Gesellschaft zu langsam vorangeht. Bewertungen von Unternehmen verändern sich strukturell. Unternehmen, die besser für den Klimawandel gerüstet sind, erfahren eine Aufwertung, die Klimasünder werden abgestraft. Dadurch wird sich die Wertschöpfung bei den Unternehmen verändern – und die Risiken müssen neu bewertet werden. Das schlägt sich bereits heute am Kapitalmarkt nieder. Daher müssen die Anlegerinnen und Anleger ihr Portfolio ,wetterfest‘ machen und frühzeitig ökologische Aspekte in ihre Anlage integrieren, um Verluste im Portfolio zu vermeiden.

Werden die Veränderungen ausschließlich von der Politik getrieben sein oder haben auch Anlegerinnen und Anleger einen Einfluss?

Wir bemerken schon seit einiger Zeit, dass das eigene nachhaltige Handeln für unsere Kundinnen und Kunden immer mehr an Bedeutung gewinnt – sowohl im Alltag als auch in ihren Anlageentscheidungen. Vor allem Umwelt- und Klimaschutz, aber auch die Förderung sozialer oder gesellschaftlicher Produkte oder Unternehmen spielen dabei eine immer größere Rolle. Aus diesem Grund erfragen unsere Kundenberaterinnen und Kundenberater in den Beratungsgesprächen strukturiert auch die Nachhaltigkeitspräferenzen der Anlegerinnen und Anleger, um diese in der Anlageempfehlung zu berücksichtigen. Was sollten Anlegerinnen und Anleger in Zukunft bei der Geldanlage beachten, bevor sie sich für ein Anlageprodukt entscheiden? Ein Weg, um den Klimawandel sinnvoll in seiner Portfoliostruktur zu berücksichtigen, ist eine nachhaltige Kapitalanlage. Damit werden in besonderem Maße ökologische und soziale Aspekte berücksichtigt. Ebenso wird die gute Unternehmensführung dabei betont und belohnt. Nachhaltige Anlagelösungen gibt es in nahezu jedem Anlagesegment.

Ähnlich wie die individuelle Risiko- und Renditepräferenz sollten jede Anlegerin und jeder Anleger auch bei der Nachhaltigkeit einen für sich passenden Ansatz finden. Wichtig werden auch weiterhin Rendite und Risiko bleiben. Auf die eine oder andere Weise zahlt sich ein nachhaltiges Investment für die Anlegerinnen und Anleger aus – entweder über einen besseren Ertrag oder durch ein niedrigeres Risiko. Die Kundinnen und Kunden der Sparkasse
Göttingen können hierbei zum Beispiel nachhaltige Investitionen in Fondskonzepte der DekaBank, wie beispielsweise in den DekaNachhaltigkeit Renten CF, den Deka-Nachhaltigkeit EinkommensStrategie oder den offenen Immobilienfonds WestInvest InterSelect tätigen. Selbstverständlich bietet es sich auch an, regelmäßig und langfristig zu sparen. Als besonders gefragte Investments für Sparpläne haben sich bei unseren Kundinnen und Kunden der Deka-Nachhaltigkeit Aktien CF, der Deka-BasisAnlage Dynamisch sowie der Deka-Nachhaltigkeit Impact Aktien CF herauskristallisiert. Diese erfüllen die ESG-Standards. Ein einheitliches Gütesiegel für nachhaltige Geldanlage gibt es jedoch noch nicht. Aus diesem Grund stellt die Deka nachhaltige Aktien und Fonds aus ihrem Portfolio im Europäischen SRI Transparenz Kodex (socially responsible investing) vor und informiert im Hinblick auf die Erfüllung der ESG-Kriterien (environment social governance) transparent zum Beispiel darüber, welche ESG-Kriterien angewendet werden. Dies sind allerdings nur einige Beispiele. Gerade in dynamischen Märkten bieten sich zurzeit gute Chancen für einen strukturierten und stetigen – nachhaltigen – Vermögensaufbau. In einem ausführlichen Beratungsgespräch finden wir für alle Anlegerinnen und Anleger das nachhaltige Anlageprodukt, das zu ihren
Vorstellungen und Risikopräferenzen passt.

Was werden Unternehmen künftig andersmachen müssen, um den Klimawandel zu stoppen?

Unternehmen müssen den Klimawandel – und nicht nur wegen der EU-TaxonomieVerordnung – zwingend bei ihrer geschäftspolitischen Ausrichtung berücksichtigen. Ansonsten wird ihre Wertschöpfung unter Druck geraten. Zudem müssen die CO2-Emissionen jedes Unternehmens deutlich reduziert werden. Dazu müssen kurzfristige, mittelfristige und langfristige Ziele definiert werden. Diese Meilensteine müssen in der Strategie des Unternehmens verankert und in die internen Steuerungssysteme integriert werden. Letztlich müssen die Unternehmensverantwortlichen die Notwendigkeit der Beachtung von Klimazielen aber auch im Portemonnaie spüren. Denn nur durch langfristige Verhaltensänderungen lässt sich auch die Senkung der CO2-Emissionen umsetzen. Zudem sind eine transparente Berichterstattung und eine klare Kommunikation gegenüber dem Kapitalmarkt und den Stakeholdern von großer Bedeutung. Die meisten Unternehmen haben noch einen langen Weg vor sich. Wichtig ist allerdings, dass sie sich zügig auf einen nachhaltigen
Weg begeben und diesen konsequent verfolgen – denn der Klimawandel ist eine große Herausforderung für die kommenden Generationen.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Deka Investmentfonds sind die jeweiligen Wesentlichen Anlegerinformationen, Verkaufsprospekte und Berichte, die in deutscher Sprache bei der Sparkasse oder der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt, und unter www.deka.de erhältlich sind.

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