Sparkasse Göttingen zufrieden mit 2014

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Text von: Marisa Müller

Titel ‚Bank des Jahres 2014‘, zahlreiche erfolgreiche Projektförderungen zur Stärkung der Region, Nummer eins im Immobiliengeschäft, historischer Einlagenhöchststand – die Sparkasse Göttingen schaut auf ein höchst erfreuliches Jahr 2014 zurück.

„Kundennähe ist der genetische Code der Sparkasse Göttingen“, sagte Vorstandsvorsitzender Rainer Hald. Dieser Kurs sei sehr erfolgreich und unmittelbar dafür verantwortlich, dass es in Göttingen so gut laufe, erklärte er weiter. Besonders im Sektor Kundenberatung wird deutlich, dass einiges anders gehandhabt wird, als bei anderen Kreditinstituten oder Direktbanken.

Bei der Sparkasse werde kundenorientiert beraten. Ob Versicherungs- und Vorsorgebereich oder Wertpapiere und Aktien – der Kunde erhalte, was er sich wünsche, erklärte André Schüller, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse nachdrücklich. Dies sei unter anderem deshalb gewährleistet, weil keiner der Mitarbeiter Provisionen für bestimmte Abschlüsse erwarten könne. „Dementsprechend berät der Mitarbeiter nicht mit Hinblick auf mögliche Zusatzzahlungen, sondern es geht ausschließlich um das Wohl des Kunden“, so Schüller. Allen solle es gut gehen, Kunden und natürlich auch der Bank.

Und dass es der Sparkasse gut geht belegen die Zahlen des Vorjahres. Mit Darlehensneugeschäften von 320 Millionen Euro konnten nicht nur hohe Tilgungen aufgefangen werden. Auch das Kundenkreditvolumen wurde um 24 Millionen Euro gesteigert. Obwohl bundesweit immer weniger gespart wird, erhöhten sich die Kundeneinlagen bei der Sparkasse Göttingen um rund 20 Millionen Euro. Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2014 circa 2,7 Milliarden Euro.

Ein gutes Ergebnis, findet Hald, denn auf Grund des sinkenden Zinsniveaus und der steigenden regulatorischen Herausforderungen sehe es bei anderen Kreditinstituten längst nicht positiv gut aus.

Der Trend bei der Kreditvergabe sei nach wie vor im Privatbereich zu finden. Geschäftskunden investierten eher mit Eigenkapital und seien ansonsten eher vorsichtig, erläuterte Schüller.

Positiv sind die Entwicklungen bei den Existenzgründungen. 80 Anfragen, 38 Mal kam eine Zusammenarbeit zustande. Auch hier wolle die Sparkasse künftig weiter voran gehen, betonte Schüller.

Im Bereich Immobilienwirtschaft müsse einiges passieren, wenngleich 200 Objekte im Gesamtwert von 43,5 Millionen Euro im Jahr 2014 vermittelt wurden. 3.500 Interessenten seinen aktuell auf der Suche, leider gäbe es aber bei Weitem keine vergleichbare Anzahl von vermittelbaren Objekten. Baugrund müsse her, in und um Göttingen, appellierte Hald.

Mit Neuerungen im digitalen Bereich startet die Sparkasse nun ins neue Jahr. Mit der Sparkassen-App ist sie längst auf der Höhe der Zeit angelangt. Als nächstes steht die flächendeckende Einrichtung des pushTAN-Verfahrens auf dem Programm. 2015 soll Göttingen so weit sein: dann kann auch der Kaffee beim Bäcker bargeldlos mit dem Smartphone bezahlt werden. Außerdem unterstützt die Sparkasse ‚GiroCheckout‘. Es funktioniert ähnlich wie PayPal und soll als neues Bezahlsystem in den kommenden Monaten deutschlandweit eingeführt werden.

Aufgrund des erfolgreichen Kundengeschäfts erwirtschaftete die Sparkasse Göttingen im Geschäftsjahr 2014 ein Betriebsergebnis von 26,9 Millionen Euro – eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 5 Prozent beziehungsweise 1,4 Millionen Euro. Dem Trend branchenweit rückläufiger Betriebsergebnisse wirkt die Sparkasse somit entgegen und liegt über dem Durchschnitt der niedersächsischen Sparkassen.

In den wirtschaftlich allgemein angespannten letzten Jahren wuchs das Betriebsergebnis des Kreditinstitutes kontinuierlich. Dies ist notwendig, um vor dem Hintergrund steigender Regulatorik auch in Zukunft ein verlässlicher Partner der Region zu sein.

„Unser gutes Betriebsergebnis ist erfreulich und führte unter Berücksichtigung positiver Rahmenbedingungen zu einem Jahresüberschuss von über fünf Millionen Euro“, sagt Rainer Hald.

„Sollte es in Russland friedlich bleiben, dürfte 2015 ein gutes Jahr werden“, so seine abschließende Worte. Man sei froh, wenn das Ergebnis sich an dem des Vorjahres orientiere, insbesondere, wenn das Zinsniveau so bleibe oder sich weiterhin negativ entwickle.