Sonnenstrom auf dem Dach des Sportpalastes

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Text von: redaktion

Die Stadtwerke Göttingen AG hat am 7. März die erste aus dem GöCent finanzierte Photovoltaik-Anlage ihrer Bestimmung übergeben.

Der Kreissportbund (KSB) hat auf dem Gelände des Jugendzeltlagers Stolle mit einem Investitionsvolumen von rund 17.000 Euro Solarmodule mit einer Gesamtfläche von 70 Quadratmetern und einer Leistung von 9,88 kWp installiert. Die Anlage soll die Stormkosten auf der Stolle künftig um rund 25 bis 30 Prozent reduzieren. Darüber hinaus bleiben der Umwelt künftig knapp fünf Tonnen Kohlendioxid pro Jahr erspart.

Mit der Einführung ihres Ökostrom-Produktes GöStrom hatten die Stadtwerke Ende 2012 den GöCent entwickelt. Mit diesem Programm können sich GöStrom-Kunden freiwillig entscheiden, einen finanziellen Beitrag zur Förderung der Energiewende in Stadt und Landkreis zu leisten. Der Betrag liegt bei einem Cent netto je verbrauchter Kilowattstunde GöStrom. Insgesamt haben sich rund 600 Kunden mit einem Gesamtvolumen von 21.000 Euro im Kalenderjahr 2013 für den GöCent entschieden. Die Stadtwerke wiederum haben sich verpflichtet, dieses Geld in die Förderung regenerativer Energien in die Steigerung der Energie-Effizienz zu investieren.

Das erste Projekt ist nunmehr mit dem Kreissportbund auf dem ‚Sportpalast‘ des Jugendzeltlagers Stolle errichtet worden. „Ich bin froh, dass wir eine derart nachhaltige Lösung für unser erstes GöCent-Projekt gefunden haben“, lobte Stadtwerke-Vorstand Gerd Rappenecker die Kooperation mit dem KSB.

Außerdem kündigte Rappenecker an, dass es künftig auch eine Förderung für private PV-Anlagen geben wird: „Wir werden in Kürze ein Förderprogramm für GöStrom-Kunden haben, mit dem wir normale PV-Anlagen, die künftig gebaut werden, mit einem Zuschuss von 200 Euro je kWp fördern.“ Dies sei insbesondere in den Zeiten sinkender Einspeisevergütung und angesichts der bevorstehenden EEG-Novelle ein sinnvolles Signal, um den Ausbau der Photovoltaik in Stadt und Region weiter zu fördern. Ein Drittel der Gelder würde jedoch auch weiterhin für gemeinnützige Organisation wie dem KSB zur Verfügung stehen. Der Stadtwerke- Vorstand richtete seinen ausdrücklichen Dank an alle GöStrom-Kunden, ohne die das Projekt nicht möglich gewesen wäre.

KSB-Geschäftsführer Michael Heil dankte den Stadtwerken für ihre Initiative und das finanzielle Engagement: „Damit wird natürlich unser sozial integratives Jugendzeltlagers künftig auch wirtschaftlich entlastet, weil wir die Energiekosten von 8.000 Euro jährlich deutlich senken können.“ Hans-Werner Lüter als Finanzvorstand des Kreissportbundes ergänzte, dass es ein toller Beitrag sei, um auch künftigen Generationen von Kindern das einmalige Zeltlagererlebnis Stolle zu ermöglichen. Jährlich registriert die Stolle bis zu 13.000 Übernachtungen. Mehrere tausend Kinder kommen in den Genuss der Einrichtung.

Alexander Pape vom installierenden Unternehmen Bode Energie- und Sicherheitstechnik bezifferte die jährliche Stromproduktion aus der Sonnenenergie auf 8.500 bis 9000 Kilowattstunden. „Und wir rechnen eher pessimistisch“, so Pape.