Sommerfest im Elternhaus an der Uniklinik Göttingen

© Elternhaus für das krebskranke Kind Göttingen e.V.
Text von: redaktion

Das Elternhaus am Papenberg in Göttingen, das der Verein “Elternhilfe für das krebskranke Kind Göttingen“ betreibt, ist für seine Bewohner ein zu Hause auf Zeit, in dem sie zur Ruhe kommen, sich austauschen können oder Zuspruch erfahren. Beim Sommerfest am 7. und 8. Juli, sorgten spannende Aktionen für Ablenkung vom oft schwierigen Alltag.

Annas Augen strahlen vor Glück. Ein stattlicher „Eichsfelder Biker“ hat das schwerkranke Mädchen in den Beiwagen seines Motorrads gehoben.

Wie in jedem Jahr ist eine Abordnung des Biker-Clubs zum Sommerfest des Elternhauses gekommen, um mit den Kindern auf ihren schweren Maschinen eine Spritztour zu machen. Nicht nur für die kranken jungen Menschen, von denen einige schon einen langen Leidensweg hinter sich haben, ist das ein packendes Erlebnis.

Auch die so „cool“ wirkenden Biker können kaum verhehlen, wie sehr die Situation sie stets ergreift.

Mehr als 130 Gäste waren zum Sommerfest in die Wohneinrichtung am Papenberg gekommen. Die Veranstaltung hatte Stefan Weidele, Inhaber der Gaststätten Irish Pub, Mr. Jones und Paulaner, finanziell unterstützt.

Der Verein Elternhilfe für das krebskranke Kind Göttingen e. V. ist auf Sponsoren wie ihn angewiesen, denn der Verein betreibt das Elternhaus zur Hälfte auf Spendenbasis. Auch deshalb schenken die Eichsfelder Biker den kranken Kindern und ihren Angehörigen mit ihrem Besuch nicht nur Lebensfreude, sondern unterstützen sie seit mehr als 13 Jahren finanziell, indem sie jährlich einen Bikertag zugunsten der Einrichtung veranstalten.

In diesem Zeitraum konnten die Biker für den Elternverein und die betroffenen Familien die großartige Spendensumme von über 130.000 Euro sammeln.

Über 230 Familien haben im vergangenen Jahr während der stationären Behandlung ihres Kindes im Uniklinikum im Elternhaus gewohnt. Viele Eltern erleben das Haus als eine Oase, in der sie Kraft auftanken können, um die schwere Zeit mit ihrem Kind durchzustehen.

Manche Eltern bleiben nur wenige Tage, andere mehrere Wochen oder Monate. Für sie wird das Haus ein Zuhause auf Zeit. Auch die gesunden Geschwister sind in der Einrichtung willkommen, so dass die Familien, so gut es geht, zusammenbleiben können.

Unterstützung finden die Familien besonders bei den drei psychosozialen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses; denn nichts ist in solchen Krisenzeiten so wichtig wie Zuspruch und Trost. Auch über den Aufenthalt im Elternhaus hinaus begleiten sie die Familien und besuchen sie auf Wunsch und bei Bedarf auch zu Hause.

Informationen zum Elternhaus gibt es im Internet unter: www.elternhaus-goettingen.de oder unter Tel. 0551-374494.