SolarWinS: Grundlagenforschung für Solarzellen

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Text von: redaktion

Solarzellen so zu optimieren, dass Sonnenenergie effizienter und kostengünstiger genutzt werden kann – das ist das Ziel eines internationalen Verbundprojekts mit Beteiligung der Universität Göttingen.

Um Sonnenlicht in elektrische Energie umzuwandeln, stehen heutzutage verschiedene Halbleitermaterialien zur Verfügung, darunter vor allem kristallines Silizium, das einen Marktanteil von mehr als 85 Prozent besitzt.

Die Forscher beschäftigen sich mittels spektroskopischen und atomar aufgelösten mikroskopischen Methoden mit den Auswirkungen von Defekten in Siliziumkristallen sowie mit deren Wechselwirkungen. Diese Defekte führen dazu, dass ein Teil des aus Sonnenlicht erzeugten Stroms wieder verloren geht.

Dabei stellt das Verfahren einen ganz neuen Ansatz auf diesem Forschungsgebiet dar.

Das Göttinger Teilprojekt mit dem Titel „Defektwechselwirkungen bei der Herstellung und Prozessierung von multikristallinem Silicium: Simulationen und Experimente“ wird geleitet von Michael Seibt vom IV. Physikalischen Institut. Kooperationspartner sind Forscher in den USA und in Russland.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) fördert das „Solarforschungscluster zur Ermittlung des maximalen Wirkungsgradniveaus von multikristallinem Silicium (SolarWinS)“ drei Jahre lang mit 6,5 Millionen Euro, davon fließen rund 860.000 Euro in das Göttinger Teilprojekt.

Insgesamt sind zwölf deutsche und eine amerikanische Arbeitsgruppe sowie mehrere deutsche Unternehmen der Solarbranche an dem Verbundprojekt beteiligt.