Sofja-Kovalevskaja-Preisträgerin forscht am ENI Göttingen

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Text von: redaktion

Die amerikanische Neurobiologin Camin Dean forscht mit einem Preisgeld in Höhe von 1,64 Millionen Euro mit einer eigenen Forschungsgruppe für fünf Jahre am European Neuroscience Institute Göttingen.

Der seit 2002 zum fünften Mal verliehene Preis ist zurzeit einer der am höchsten dotierten Wissenschaftspreise in Deutschland.

Zu den so umworbenen Forscherinnen gehört auch die amerikanische Neurobiologin Camin Dean. Sie ist eine von insgesamt 18 Sofja-Kovalevskaja-Preisträgern 2010.

Camin Dean, geboren 1971 in den USA, studierte Molekular- und Zellbiologie an der University of Arizona, Tucson, und der University of California, Berkeley, wo sie 2003 promoviert wurde. Forschungsaufenthalte führten sie nach Livermore in Kalifornien und nach New York. Seit 2004 forschte sie an der University of Wisconsin, Madison.

Sie untersucht die Mechanismen, die die Synapsen in der Balance halten, so dass das Gehirn funktionieren kann. Bei ihren Forschungen hat sie herausgefunden, welches Protein die Stärke von Synapsen auf einen sinnvollen Bereich einstellt.

Nun will sie die zugrunde liegenden Mechanismen studieren und so dazu beitragen, Erkrankungen wie die Alzheimer-Krankheit, Morbus Parkinson und Epilepsie besser behandeln zu können.

Der Sofja-Kovalevskaja-Preis wird finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die Preisverleihung findet am 9. November 2010 in Berlin statt.