Skype for Business

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Text von: redaktion

Im Jahr 2015 führt Microsoft seine Dienste Microsoft Lync und Skype zusammen. Wer die so entstehende Kommunikationsplattform rechtssicher nutzen will, muss auf die richtige Lizenzierung achten.

Für optimierte Erreichbarkeit und einfachere Zusammenarbeit in verteilten Teams – und damit für Effizienzsteigerungen – setzen Unternehmen auf Unified Communications (UC), die Zusammenlegung (Integration) verschiedener Kommunikationsmedien in einer einheitlichen Anwendungsumgebung. Wenn nun Microsoft, wie Anfang November angekündigt, die eigenen Dienste Microsoft Lync und Skype in der ersten Hälfte des kommenden Jahres in einer Plattform vereint, kann das dazu führen, dass Unternehmen verstärkt auf die dann Skype for Business heißende Lösung setzen. Denn durch Anpassungen in der Nutzeroberfläche und im Funktionsumfang wird eine Geschäftskundenversion von Skype entstehen, in der die Benutzerfreundlichkeit und Funktionen des im privaten Umfeld beliebten Skype-Dienstes mit der Sicherheit, der Compliance und den System-Management-Möglichkeiten von Microsoft Lync vereint sind. Funktionen aus Lync, wie das schnelle Weiterleiten von Anrufen, bleiben erhalten, verbesserte Videotelefonie und Messenger-Funktionen runden die Lösung ab. Auch der Lync-Server 2013 wird in den Skype-for-Business- Server umbenannt. Neue Hardware müssen Unternehmen, die Lync bereits nutzen, nicht anschaffen – ein Update genügt. Bei diesem Update, so Microsoft, bleiben bestehende Lync-Kontakte erhalten, und die privaten Skype-Kontakte der Nutzer können zusätzlich in die Firmenversion einfließen. Der entsprechende Office-365-Dienst wird von Microsoft auf die neue Version gehoben.

Richtige Lizenzierung für Rechtssicherheit Unabhängig davon, ob Sie Microsoft Lync schon jetzt nutzen oder durch die neue Perspektive dazu angeregt werden, die Lösung kurzfristig einzuführen, um im kommenden Jahr vom erweiterten und verbesserten Funktionsumfang zu profitieren, gilt: Für die rechtssichere Lizenzierung der Infrastruktur sind einige Tipps zu beachten. Zunächst benötigen Sie für den Betrieb einer eigenen Lync-Infrastruktur aktuell für jede Lync-Instanz eine Server-Lizenz. In einer virtualisierten Serverumgebung – auch bei einem externen Betriebsdienstleister – ist eine besondere Lizenz Pflicht, die ein sogenanntes Lizenz-Mobilitäts-Recht sichert.

Die Clientlizensierung (Client Access License, kurz CAL) ist deutlich komplexer. Generell müssen Sie Benutzungsrechte namentlich zuweisen, das können Sie für Endgeräte (Devices) oder Mitarbeiter (User) tun. User-Lizenzen rechnen sich für Mitarbeiter, die Lync von mehreren Geräten (PCs, Notebooks, Tablets) nutzen. Endgerät-Lizenzen sind sinnvoller, wenn viele Menschen in Abteilungen mit Schichtbetrieb, in der Produktion oder in Gemeinschaftsräumen mit einem Gerät arbeiten. Auf einige weitere Fallstricke sei nur hingewiesen: Die Standard-Lizenzen decken nicht alle Funktionen ab, je nach Nutzung ist die Lync-Enterprise-Lizenz nötig. Wieder eine andere (zusätzliche) Lizenz wird benötigt, wenn der User oder das Device eine Sprachverbindung in das oder aus dem klassischen Telefonnetz nutzt.

Bitte denken Sie bei der Einführung von Lync auch über den Tellerrand hinaus! Denn durch den Lync-Betrieb auf einer Windows-Plattform brauchen Sie auch gültige Lizenzen für das Windows-Server- System. Für die Voice-Mail-Funktion müssen Sie die Exchange-Standard- und Enterprise-CAL lizenziert haben. Hier macht sich die CoreCAL (Standard-Zugriffslizenzen für Windows, Exchange, Lync, SharePoint und SystemCenterConfigManager) schnell bezahlt. Wohingegen die sogenannte ECAL (Enterprise Core CAL Suite) eher selten unternehmensweit einen ROI erreicht.