Skulptur für das Deutsche Primatenzentrum

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Text von: redaktion

Menschen, die sich treffen, diskutieren und interagieren. Eine Szene, die sehr gut zum neuen Multifunktionsgebäude des Deutschen Primatenzentrums passt. Schließlich wird es im Hörsaal und in den Besprechungsräumen ebenso wie in dem großzügigen Foyer zu regem Gedankenaustausch kommen.

Der Göttinger Künstler Frank- Helge Steuer, der Kunst als dauerndes Experiment betrachtet, hat mit der Skulptur ‚Meeting and Talk‘ ein schon von weitem sichtbares Zeichen für Kommunikation am Deutschen Primatenzentrum gesetzt. Die Einweihung der Skulptur fand am Montag, dem 23. Februar statt.

Menschen, als Körper und in Bewegung, sind das wiederkehrende Thema in den Skulpturen des Göttinger Künstlers Frank-Helge Steuer. „Menschen menschlicher zu gestalten – das ist der Mittelpunkt meiner plastischen Arbeiten“, sagt Steuer, dessen Skulpturen an mehreren Stellen im öffentlichen Raum zu sehen sind.

Dass die Plastiken aus Stahl sind, hat seinen Grund: „Rost soll Vergänglichkeit symbolisieren“, so der Künstler. „Durch Veränderungen des Materials bei Sonnenlicht, Regen, Schnee und Frost entstehen Spannungen, Stimmungen und eine Palette von verschiedenen Rosttönen.“

„Mit dem Neubau des Multifunktionsgebäudes hat das DPZ einen großzügigen Vorplatz erhalten, der zum Verweilen, zum Reden und Diskutieren einlädt“, sagt Michael Lankeit, als administrativer Geschäftsführer verantwortlich für Baumaßnahmen am DPZ. „Die Skulptur von Frank-Helge Steuer symbolisiert sehr treffend den kommunikativen Charakter des Platzes und des neuen Gebäudes, das neben Büros und Laboren einen großen Hörsaal und mehrere Seminarräume beherbergt.“

Die Einweihung des Gebäudes, das zwar schon teilweise bezogen aber noch nicht ganz fertig ist, wird im April stattfinden. Steuers Kunstwerke stehen immer in inhaltlichem Zusammenhang mit dem Ort, an dem sie aufgestellt werden. Dies zeigt sich auch im Titel, der stets auch eine geografische Angabe beinhaltet, im Falle des DPZ also: N 51°33’41’’ O 9°57’16’’. „Eine Vernetzung zwischen Gebäude und Skulptur ist sehr wichtig“, sagt Steuer. „Ich interessiere mich für die Auseinandersetzung mit dem Menschen und für den inhaltlichen Zusammenhang mit dem Raum, also dem Ort der aufgestellten Skulptur.“

Seit einigen Jahren beschäftigt sich Steuer neben seiner Malerei mit Skulpturen als freischaffender Künstler im Göttinger Künstlerhaus. Er war bislang an mehr als 70 Ausstellungen im In- und Ausland beteiligt, seine Werke sind unter anderem auf dem Alten Stadtfriedhof, auf dem Friedhof Junkerberg, am Weender Krankenhaus und am Herz- und Gefäßzentrum zu sehen.